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"God sees no color" 2005 von Johanna Rzepka
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Heiner Meyer mit Déjà-vu in der Kunsthalle Giessen vom 6.6. bis 16.8.2009
heiner_meyer.jpg
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In seinen Reihen und Serien aus Antike, Diven, Werbewelt, Filmen und Jet Set vermag Heiner Meyer durch die Kombination nicht zusammengehöriger Motive neue Wirklichkeits- und Aussageebenen zu öffnen, die in Verbindung mit aktuellen Medien ganz heutig sind und die soziale Wirklichkeit unser Zeit dokumentieren, die Verquickung von Warenwelt und Menschenalltag.
Die Aktualität seiner Bilder findet international breites Interesse. Seine Ikonographie ist geläufig. Seine Deutungen und Umdeutungen kennen die Effekte unserer Zeit. Neben dem Alltag lebt der Wunsch nach der Karriere, dem Glück, der Erfüllung.
Es gibt bei Meyer einen deutlichen Zusammenhang zwischen Nagellack und Autolack. Dazwischen drängen die Zutaten von Frauengunst und Männerträumen auf die Bildfläche. Der Seinszusammenhang zwischen Benz und Busen, Kraft und weichen Kurven wird von ihm betont herausgestellt. Die Zutaten, die er verwendet, fordern Aufmerksamkeit durch Wahrhaftigkeit und Leiblichkeit. Sein Realismus, an dem alles und jede Nuance gut erfunden ist, sieht das Lebensgesamt umfassend, kühn, ironisch, gescheit und liebevoll engagiert.
Durch seine Kombinationen verbindet er Wirklichkeit und Psyche, Surreales und Assoziatives. In dieser Kombination enträtselt er Mythen und Ikonen.
Es gelingt ihm, den Vorbeizug des Zeitgebundenen, der Werbe-, Konsum-, Alltags- und Kinowelt, die Welt der großen und kleinen Sehnsüchte, Gier, Macht und Genuss, zu fesseln und zu fangen. Er verwandelt das Flüchtige in die innegehaltenen Zwischenräume seiner Bilder. In ihnen äußert sich ein Moralist. Heiner Meyer hält fest, was von allem übrig blieb und bleibt: grelle Welt, stille Erkenntnis und Traum.
Friedhelm Häring

Ausstellungsort: Kunsthalle Giessen vom 6.6. bis 16.8.2009 www.giessen.de

Alle Bilder © Heiner Meyer