21.01.2013 07:00 Ein junger Mann möchte heiraten

Theater in Wupperthal: Bluthochzeit - Lyrische Tragödie in zwei Akten von Federico García Lorca in Wupperthaler Bühnen

Theater  in Wupperthal: Bluthochzeit - Lyrische Tragödie in zwei Akten von Federico García Lorca in Wupperthaler Bühnen

(c) Uwe Stratmann

Von: GFDK - Wupperthaler Bühnen - 5 Bilder

Ein junger Mann möchte heiraten. Seine Mutter hat aber schlimme Vorahnungen. Sie erfährt, dass die Braut schon einmal verlobt war mit Leonardo, einem Mitglied der »Mörderfamilie«, die ihren Mann und ihren ältesten Sohn getötet haben. Ihre Visionen werden Realität, die Logik der Blutrache lässt keinen Ausweg. Während der Hochzeitsfeier verschwindet die Braut. Sie flieht mit Leonardo, denn er hat sie, sie hat ihn nie vergessen können. Der Bräutigam setzt ihnen nach, und als er sie stellen kann, kommt es zur Tragödie.

Wolfgang Fortner hat 1951 das Theaterstück von Federico García Lorca vertont, der 25 Jahre zuvor während des spanischen Bürgerkrieges von der faschistischen Falange ermordet wurde. Fortners Oper setzt den von Alban Berg mit Wozzeck und Lulu begonnenen Weg der Literaturoper mit neuen Mitteln fort und lieferte der aufmerksamen und produktiven Szene der neuen Oper der Nachkriegszeit ein wichtiges und viel gespieltes Werk. Wenn Fortner einige Figuren sprechen lässt, die andern aber singen, folgt er damit Lorcas Dramaturgie konsequent. Denn es kontrastieren knappe, wortkarge Dialoge, die keinen andalusischen Folklorismus aufkommen lassen, mit poetischen Symbolismen: der Mond lässt sein Licht auf dem Messer aufblinken, das dem Bräutigam zur Rache dient.

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