14.11.2013 09:00 Premiere

Theater in Wuppertal: Müllers Marionetten-Theater zeigt neues Stück - Dornröschen

Muellers Marionetten-Theater feiert premiere des neuen stueckes dornroeschen

Ein Klassiker der Märchenliteratur dramatisiert von Müllers Marionetten-Theater Wuppertal; (c) Müllers Marionetten-Theater

Von: GFDK - Müllers Marionetten-Theater

Am 16. November 2013 feiert Müllers Marionetten-Theater um 16 Uhr die Premiere seines neuen Stücks „Dornröschen“. Bis zum Ende des Jahres ist das zauberhaft inszenierte Märchen auf der Bühne des Wuppertaler Puppentheaters zu sehen.

Einhundert Jahre schlafen und was kommt dann – ein Mann natürlich. Dornröschen wird vielleicht von ihrem Erwecker enttäuscht sein, jedenfalls aber heilfroh, wieder wach sein zu dürfen. Und mit dem Herren, der sie so frech wach geküsst hat, wird sie schon fertig werden. Schließlich ist die junge Dame nun ganz schön ausgeschlafen! Ein Klassiker der Märchenliteratur dramatisiert von Müllers Marionetten-Theater Wuppertal.

Aufführungstermine:

Premiere am 16. November 2013 um 16 Uhr

17., 23., 24., 30. November 2013 jeweils um 16 Uhr

20. und 27. November 2013 jeweils um 11 Uhr

Weitere Aufführungstermine im Dezember:

1., 4., 7., 8., 11. Dezember 2013 jeweils um 16 Uhr

3., 4., 5., 10., 11., 12., 13. Dezember 2013 jeweils um 11 Uhr

5. Dezember 2013 um 9 Uhr

Theater in Wuppertal

Hintergrundinformationen zur Entstehung des Märchens

Jedes Jahr bringt Müllers Marionetten-Theater ein neues Stück auf die Bühne seiner Spielstätte am Neuenteich 80 in Wuppertal. In diesem Jahr, nämlich am 16. November 2013, findet um 16 Uhr die Premiere von „Dornröschen“ statt.

Warum dieses Märchen, warum ein Stoff, der in einer Zeit der schnellen Botschaften und kurzlebigen Nachrichten längst überholt zu sein scheint? Ganz einfach: Weil er nichts von seiner Bedeutsamkeit verloren hat und auf kindliche, aber durchaus reflektierte Weise auf Auseinandersetzung setzt.

Dort, wo Kinder heranwachsen, herrscht Fürsorge, Liebe und Behutsamkeit. Aber es gibt, das wissen die Eheleute Ursula und Günther Weißenborn, die seit 30 Jahren mit und für Kinder arbeiten, auch kritische Reflexion und stete Erneuerung des Hergebrachten. Kinder sind neugierig, sie wollen Geschichten hören, verzaubert und überrascht werden. Sie wollen herausgefordert sein in ihrem tiefen Bedürfnis, die Welt um sich herum zu begreifen.

Müllers Marionetten-Theater

Mit der Inszenierung des Märchens „Dornröschen“ der Gebrüder Grimm haben sich die Eheleute Ursula und Günther Weißenborn eine ebenso kritische, wie auch komische Vorlage für ihr neues Stück ausgesucht: Die Prinzessin ist nämlich nicht nur hübsch, sondern vor allem neugierig. Sie lässt sich gerne vom Unbekannten und Geheimnisvollen herausfordern, wird dann, nur 15 Jahre jung, des Entschlafens verflucht – zwar nicht endgültig, aber doch für 100 lange Jahre. Das Mädchen wird geweckt durch den schüchternen Kuss eines jungen Mannes, der sich bis dahin tapfer und entschlossen zu ihr durchgekämpft hat. Die beiden verlieben sich augenblicklich ineinander.

Das Gedankenspiel vom Zeitsprung ist für jedermann seit jeher reizvoll. Reizvoll ist auch das Spiel der Figuren, wie sie sich in der neuen, modernen Welt bewegen. Während der Küchenjunge zwar regungslos in Erwartung der Ohrfeige seines Meisters 100 Jahre lang verharrt, profitiert die Blumenfrau jedenfalls, hat sie vor dem blumenumrankten Schloss doch ein lukratives Geschäft eröffnet und sich auf den Verkauf von Rosen spezialisiert. Genauso gewinnt letztlich Dornröschen, die weder dumm noch naiv, sondern neugierig und ehrgeizig ihre Ziele verfolgt – gleichermaßen der Prinz, dessen Mut ihm die Frau seines Herzens bringt und der mit Liebe und Glück belohnt wird.

Premiere von Dornröschen

Die Botschaft dieser sozialkritischen, ja ein Stück weit erziehungspädagogischen Lesart dieses heiteren wie sensiblen Märchens beinhaltet in seiner Inszenierung auf der Bühne des Marionetten- Theaters schlussendlich, dass die Menschen vor dem Bösen zwar nicht gefeit sind und manchmal.

text@jenniferabels.de