15.04.2015 09:00 von Leo Tolstoi

Theater in Würzburg: Krieg und Frieden - das große russische Epos

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Leo Tolstoi verfasste mit seinem mehr als zweitausend Seiten starken Roman zweifelsohne eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur; (c) Falk von Traubenberg

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Von: GFDK - Mainfranken Theater Würzburg

Das große russische Epos erzählt vom Schicksal dreier Adelsfamilien zu Zeiten der Napoleonischen Kriege.

Theater in Würzburg

Die Angehörigen der Familien Rostow, Bolkonski und Kuragin geraten dabei ins Räderwerk der Geschichte. Natascha, Pierre, Lisa, Anatol und Hélène bleiben in Moskau zurück, während ihre Brüder, ihre Männer, ihre Freunde an die Front rücken. Familienfeiern und Empfänge, aber auch Liebesdramen und Todesfälle bilden die Pole ihres Alltags.

Nikolai, Dolochow und Andrej hingegen ziehen euphorisch in den Krieg. Doch müssen sie sich dort nicht nur den großen Schlachten, sondern auch der unheldenhaften Routine aus Wartezeiten, Märschen und Lagebesprechungen stellen.

Nicht die historischen Ereignisse stehen hier im Zentrum des Geschehens, sondern die „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“, mit der sämtliche Figuren konfrontiert werden. Ganz gleich ob in Krieg oder Frieden, sie alle werden von Schicksalsschlägen ereilt, die sich als wahre Prüfsteine entpuppen. Am Ende steht der Sieg Russlands. Und eine Vielzahl politischer und persönlicher Verluste.

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Leo Tolstoi verfasste mit seinem mehr als zweitausend Seiten starken Roman zweifelsohne eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur. Wenig bescheiden stellte Tolstoi selbst Krieg und Frieden in die Nähe von Homers Ilias. Dabei ist es vor allem die Verflechtung kaleidoskopartiger Szenen von Freude und Trauer, Begeisterung und Verzweiflung, Leben und Tod, die dem Text seine Dramatik verleiht und auch seinen besonderen Reiz für die Bühne ausmacht.

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