12.08.2013 08:00 Wiederaufnahme

Theater in Wiesbaden: Männerhort - Komödie von Kristof Magnusson

männerhort Komödie von Kristof Magnusson am staatstheater wiesbaden

Auf der Flucht vor ihren einkaufswütigen Ehefrauen ziehen Helmut, Eroll und Lars sich in die Toilette eines Einkaufszentrums zurück, wo sie sich eine letzte Enklave der Männlichkeit einrichten; (c) Martin Kaufhold

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Von: GFDK - Staatstheater Wiesbaden

Auf der Flucht vor ihren einkaufswütigen Ehefrauen ziehen Helmut, Eroll und Lars sich in die Toilette eines Einkaufszentrums zurück, wo sie sich eine letzte Enklave der Männlichkeit einrichten. Hier glotzen sie Fußball, futtern Pizza und tauschen die neuesten Geschichten über Horror-Shopping-Erlebnisse ihrer Ehefrauen aus. Die Idylle droht jedoch aufzufliegen, als der Feuerwehrmann Mario die drei entdeckt.

Theater in Wiesbaden

Er verrät das illegale Versteck nicht – unter einer Bedingung: Er darf mit in den Männerhort!
Zähneknirschend lassen die drei den Frischverheirateten in ihr Heiligtum und palavern weiter über Jobs und Baumärkte, das Guinessbuch der Rekorde und natürlich über Frauen. Doch dann läuft alles aus dem Ruder: Nacheinander werden Mario, Helmut und Lars von ihren Ehefrauen verlassen, während Eroll vehement sein Eheglück dagegenhält. Die Solidarität bröckelt ganz gehörig. Ein Verdacht kommt auf: Hatte Erolls geliebte Connie etwa ein Verhältnis mit einem der Kumpel aus dem Männerhort?

Schauspiel in Wiesbaden

Der 30-jährige Autor Kristof Magnusson studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, an der Universität der Künste Berlin und an der Universität Reykjavik. Er war Teilnehmer des ,Forums junger Autoren’ bei der Theaterbiennale ,Neue Stücke aus Europa’. Ihm ist mit ‚Männerhort’ eine äußerst witzige Komödie gelungen, die ungefähr jedes Klischee über Männermarotten genüsslich durch den Kakao zieht und dabei hinter all den bierseligen Machoattitüden vier liebenswerte Charakterköpfe zeigt, die letztlich doch nur das eine wollen: geliebt werden.

Freunde der Kunst

'Männerhort' begeistert in der vierten Spielzeit ungebrochen das Theaterpublikum. Inszeniert hat diesen urkomischen Abend Caroline Stolz, die seit dieser Spielzeit die Leiterin der Wartburg ist. Von ihr war in dieser Spielstätte bereits Rainer Werner Fassbinders Erstlingsdrama ‚Tropfen auf heiße Steine’ zu sehen. Zur Zeit laufen außerdem ihre Inszenierungen von 'Hitchcocks 'Die 39 Stufen'' und von Tennessee Williams’ Schauspiel ‚Die Glasmenagerie’.

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