06.03.2014 09:00 Strahlt auf mich der Glanz des Goldes

Theater in Wiesbaden: Der Barbier von Sevilla - komische Oper in zwei Aufzügen von Gioacchino Rossini

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Die angeblich in nur 13 Tagen niedergeschriebene Partitur darf bis heute als Paradestück effektsicherer Belcanto-Kunst gelten; (c) Martin Kaufhold

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Von: GFDK - Staatstheater Wiesbaden

‚Strahlt auf mich der Glanz des Goldes, fühl’ ich mich wie neugeboren‘, bekennt freimütig der Titelheld in Rossinis ‚Barbier von Sevilla‘. Sein eitles Geständnis entlarvt nicht nur ihn selbst, sondern offenbart zugleich die narzisstische Habsucht jener ‚schönen Welt‘, in der er – als Faktotum (und gewiefter Kuppler) – die Strippen ziehen darf.

Theater in Wiesbaden

An deren verwickelten Enden hängen die Figuren in dieser Opera buffa wie Marionetten aus der Schatztruhe der Commedia dell’Arte – alt und geil: Bartolo; jung und widerspenstig: Rosina; dumm und verschlagen: Basilio; reich und (nur deshalb) erfolgreich: Graf Almaviva …

Und dann erwachen sie alle zu übersprühendem Leben – durch Figaros Schliche und Rossinis grandiose Musik. Die angeblich in nur 13 Tagen niedergeschriebene Partitur darf bis heute als Paradestück effektsicherer Belcanto-Kunst gelten, die zudem auch noch innovativ war: ‚Das Köstlichste daran ist das von Rossini vorgelegte Tempo: Solche, sich an Witz und Übermut überschlagende Allegro-Stücke und blitzende Finali, deren hurtige kleine Noten keine Zeit haben und alle singenden und plappernden Charaktere in einen einzigen Wirbel hineinreißen, waren vor dem ‚Barbier‘ noch nicht da – und sind auch nie wiedergekommen.‘ (Ernst Krause)

Freunde der Kunst

Der junge niederländische Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema war Preisträger des 3. Europäischen Opernregie-Preises 2005, sowie des 1. Peter-Konwitschny-Nachwuchsregiepreises und 2007 des Eesti Teatrikunsti Muusikalavastuste Award für ‚La Cenerentola‘ an der Estnischen Nationaloper Tallinn. Zuletzt inszenierte er sehr erfolgreich u.a. am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier (‚Die Zauberflöte‘), an der Reisopera in Enschede und an der Oper Leipzig (‚Il Turco in Italia‘).

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