08.02.2014 09:00 Stück von Wolfram Lotz

Theater in Ulm: Der grosse Marsch - Fragen an Leben und Tod werden in dieser Inszenierung beantwortet

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Es geht um nicht weniger als die RAF, soziale Ungerechtigkeit im Allgemeinen, die Rolle des Theaters in der Gesellschaft, Fotos: Ilja Mess

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Von: GFDK - Theater Ulm

Sehr geehrtes Publikum, Sie sind Spektakuläres und bisweilen Unerhörtes aus dem Theater Ulm gewohnt. Es ist jedoch der Wille des Autors Wolfram Lotz, Ihre bisherigen Theatererfahrungen mit DER GROSSE MARSCH in den Schatten zu stellen.

Theater in Ulm

So schreibt er vor, dass während der Vorstellung der (ehemalige) Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann (der echte), Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt (er darf nicht durch einen Schauspieler ersetzt werden), der echte Patrick S. aus Zwenkau bei Leipzig, der mit seiner Schwester vier Kinder zeugte und dafür im Gefängnis saß, Michail Aleksandrowitsch Bakunin, (der echte, er ist 1876 in Bern verstorben, auch wenn er es bestreitet), sowie neben vielen anderen auch der echte Autor und seine Mutter auftreten sollen.

Freunde der Kunst

Abgesehen davon, dass das Theater Ulm dem Verlag gegenüber, der die Aufführungsrechte vertritt, zur gewissenhaften Umsetzung des Stückes verpflichtet ist, werden wir selbstverständlich schon ehrenhalber alles daran setzen, den Wünschen des Autors gerecht zu werden.

Sollte Sie diese Anhäufung von Prominenten, bei denen nun wirklich für jeden Geschmack etwas dabei ist, noch nicht dazu bewegen, DER GROSSE MARSCH anzuschauen, so sei noch der Inhalt des Stückes als Argument bemüht: Es geht um nicht weniger als die RAF, soziale Ungerechtigkeit im Allgemeinen, die Rolle des Theaters in der Gesellschaft, die Ermordung des Abraham Lincoln, zeitgenössische Lyrik sowie um die Abschaffung des Todes. Um es kurz zu machen: All Ihre Fragen an Leben und Tod werden in dieser Inszenierung beantwortet werden!

S.Lemke@ulm.de