06.02.2014 09:00 Lutz Hübner

Theater in Rostock: Gretchen 89FF - ist alles das, was Faust nicht ist: eine Wahnsinnskomödie!

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Mit Gretchen 89ff. hat der Autor Lutz Hübner eine schonungslose, facettenreiche Satire auf den Theateralltag geschrieben; (c) Dorit Gätjen

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Von: GFDK - Volkstheater Rostock

In der von den Schülern aller Generationen stets heiß geliebten Reclam-Ausgabe des Faust I. von Goethe findet sich ab S. 89ff. die berühmte Kästchenszene. Dort sagt Gretchen: "Es ist so schwül, so dumpfig hie…", um kurz darauf das von Faust und Mephisto in ihr Zimmer gestellte Schmuckkästchen zu entdecken. Eine der Schlüsselszenen der deutschen Dramenliteratur, die allerdings auch schon über zweihundert Jahre Staub angesammelt hat. Und hier fängt der eigentliche Spaß an, denn wie soll man so was heute noch darstellen, interpretieren, geschweige denn inszenieren?

Theater in Rostock

Mit Gretchen 89ff. hat der Autor Lutz Hübner eine schonungslose, facettenreiche Satire auf den Theateralltag geschrieben, in der Sie einen Blick auf das Allerheiligste des Theaterbetriebes werfen können – die Probe. Hier stoßen alle Theaterprototypen aufeinander, die blutjunge Schauspielanfängerin, der sexbesessene Regiefreudianer, die neurosenhafte Diva, der unentschlossene Regieanfänger, die völlig vergeistigte Dramaturgin etc. Wenn Sie also immer schon mal wissen wollten, was so alles am Vormittag auf der Probebühne im Theater passiert, dann kommen Sie zu diesem Making of von Faust, wenn es heißt: "Ich weiß überhaupt nicht mehr, was ich da spielen soll!"

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