07.01.2012 07:30 Identitätsfindung einer starken Frau

Theater in Potsdam: Schach von Wuthenow - Fontane beleuchtet mit seiner Novelle von 1878/82 das Preußen seiner eigenen Zeit bis 28.2.2012

Von: Hans Otto Theater Potsdam

1806. Preußen unter seinem König Friedrich Wilhelm III. sieht sich von Napoleons Truppen bedroht. Schach von Wuthenow, Rittmeister beim Berliner Eliteregiment Gensdarmes, ist in jenen Tagen ein gerngesehener Gast im Salon der Damen von Carayon. Josephine von Carayon gilt unter den Offizieren als Partie – die verwitwete Frau aus französischem Adel verfügt über Schönheit, Geld und Stil.


Schach und Josephine sind einander auch durchaus zugetan. Doch Josephines heranwachsende Tochter Victoire ist mit dem schreckenerregenden Makel eines pockennarbigen Gesichtes behaftet, und das wirft einen Schatten auf das Verhältnis. Nichtsdestoweniger übt das Mädchen, das aus eigener Leiderfahrung alles oberflächlich Glatte zu durchschauen und die inneren Wirklichkeiten darunter zu erfassen sucht, eine unbeschreibliche Anziehungskraft, ja, einen sinnlichen Zauber auf Schach aus. Eines Tages im Mai, in einem Moment von Schwachheit und Nähe, zeugt Schach mit Victoire ein Kind. Nun muß Schach sich bekennen, vor Victoire, vor Josephine, vor seinen Regimentskameraden und vor der ganzen Gesellschaft von Berlin.
Schach, der doch bestimmt schien, »der Halbgott eines prinzlichen Hofes« zu sein, kämpft, leidet, flieht, doch er bekennt sich – und gibt sich anschließend selber den Tod. Wenige Tage später rückt die Armee nach Jena und Auerstedt ab.

Preußen steht 1806 vor der Entscheidung, sich der napoleonischen Modernisierung anzuschließen oder sich dem Besatzer entgegenzuwerfen – auch um den Preis der Vernichtung. Fontane beleuchtet mit seiner Novelle von 1878/82 das Preußen seiner eigenen Zeit, das sich erneut der Modernisierungsfrage zu stellen hatte. Wir zeigen die Bühnenuraufführung der Novelle.


„Patrizia Carlucci überragt und überstrahlt alles. Ihre Vitalität und Spiel-Lust ist atemberaubend: Sie kann zart und laut sein, abstoßend hässlich und anziehend erotisch, sie erklärt, treibt das Geschehen voran.“
(Märkische Allgemeine Zeitung)

„Im Zentrum steht die Identitätsfindung einer starken Frau.“
(Märkische Allgemeine Zeitung)

„Wellemeyer bezieht klar Stellung, und zwar für die beiden Frauen. Er lässt die Geschichte aus der Perspektive Victoires beginnen und er wird sie, die schon im Namen den Sieg trägt, am Ende als Gewinnerin darstellen, als unabhängige Frau.“
(Potsdamer Neueste Nachrichten)

„Tobias Wellemeyer, der Intendant des Potsdamer Theaters, ist ein Regisseur der den Texten vertraut, die er inszeniert. […] Wellemeyer hat mit seinem starken Ensemble eindringliche Bilder gefunden, die nur ganz selten ins Grell-Musicalhafte ausufern. Angemessen scharf zeichnet er den Kontrast zwischen dem Machogehabe der Offiziere und der freigeistigen Atmosphäre im Salon der Carayons.“
(Der Tagesspiegel)

 

Hans Otto Theater GmbH
Schiffbauergasse 11
14467 Potsdam

Theaterkasse / Kartenservice
Telefon: (0331) 98 11-8
Fax: (0331) 98 11-900

Öffentlichkeitsarbeit / Marketing
Telefon: (0331) 98 11-120
Fax: (0331) 98 11-128
e-mail: oeffentlichkeitsarbeit@remove-this.hansottotheater.de

 

Ellen Krischausky
ZOOM MEDIENFABRIK GmbH
Agentur für Marketing, Presse, Promotion, Werbung und Produktmanagement

Schillerstraße 94
10625 Berlin
Telefon +49 (0) 30 3180 8852
Telefax +49 (0) 30 3150 6858
ek@zoommedienfabrik.de
www.zoommedienfabrik.de

Weiterführende Links:
http://www.hansottotheater.de