02.12.2014 08:00 Lustspiel

Theater in Nürnberg: Lametta - Fitzgerald Kusz’ Figuren sind allesamt Vertriebene aus dem „Weihnachtsparadies“

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Schauplatz des neuen Stückes von Fitzgerald Kusz ist die Wohnung des Sparkassenfilialleiters Werner; © Marion Bührle

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Von: GFDK - Staatstheater Nürnberg

Fitzgerald Kusz’ Figuren sind allesamt Vertriebene aus dem „Weihnachtsparadies“. Ein verwüsteter Weihnachtsbaum, eine zerstörte Weihnachtskrippe, eine Schnapsleiche auf der Veranda, ein gebrochener Arm und eine ganze Menge gebrochener Herzen sind das Ergebnis eines desaströsen Weihnachtsabends in Nürnberg.

Theater in Nürnberg

Schauplatz des neuen Stückes von Fitzgerald Kusz ist die Wohnung des Sparkassenfilialleiters Werner. Babs, seine neue Freundin, ist frisch bei ihm eingezogen und freut sich auf einen wunderschönen Heiligen Abend zu zweit. Sie weiß nur nicht, dass ihr Zukünftiger seine Mutter aus dem Altenheim, seinen Sohn Sebastian und seine Ex-Frau Rosy eingeladen hat. Doch überraschend kommt noch anderer Besuch: Babs’ Ex-Mann Lutz, ein halbseidener Promi-Anwalt, stolpert volltrunken ins Wohnzimmer. Als plötzlich auch Nora, seine pubertierende Tochter und Natascha, Lutz’ neue Frau und zweifache Miss Franken, bei Werner erscheinen, nimmt der Abend ungeahnte Wendungen ...

„Lametta“ ist ein fränkischer Unglücks-Reigen in Zeiten der Patchwork-Familie, in dem Fitzgerald Kusz lustvoll, mit staubtrockenem Humor und viel Situationskomik Weihnachten als das „Fest der Familie“ ad absurdum führt. Werner, der nichts so sehr liebt wie seine Weihnachtskrippe mit der Heiligen Familie, versucht das Unmögliche: ein Familienfest, wo es keine Familie mehr gibt. Am Ende ist er der traurige Esel eines verunglückten „Krippenspiels“.

Freunde der Kunst

Seit seinem ersten Theatererfolg mit „Schweig, Bub!“ (1976) gilt Fitzgerald Kusz als ein Pionier der fränkischen Mundart und ist einem breiten Theaterpublikum im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt geworden. Dramen und Drehbücher für Film und TV sowie zahlreiche Lyrikbände zeigen uns Kusz immer wieder als Meister pointierter Szenen und knapper Poesie. Fitzgerald Kusz lebt und arbeitet in Nürnberg.

nora.vogt@remove-this.staatstheater.nuernberg.de