04.09.2012 07:41 Ende einer Liebe in Zeiten des Krieges

Theater in Mönchengladbach: Norma gilt als das Gipfelwerk des italienischen Belcanto - Premiere: 29. September

Fotos (c) Matthias Stutte

Von: Saskia Fetten - 3 Bilder

Norma gilt als das Gipfelwerk des italienischen Belcanto, jener musikalischen Stilrichtung im 19. Jahrhundert, die den absoluten „Schöngesang“ in den Vordergrund der Oper rückte. Doch Vincenzo Bellini schuf mit seinem 1831 an der Mailänder Scala uraufgeführten Melodramma kein Werk, in dem virtuose Koloraturen nur dem Selbstzweck dienen; ihm gelingt mit seiner musikalischen Empfindungsgabe eine große Einheit zwischen Wort und Ton, die die Affekte des Einzelmoments genau erfasst und wiedergibt – mit Melodien „schöner als Träume“, wie
Richard Wagner lobte.


Die Handlung in Norma beschreibt das Ende einer Liebe in Zeiten des Krieges und der Belagerung. Im Fokus steht das Schicksal der Titelheldin Norma in ihrem Zwiespalt zwischen persönlichem Glücksanspruch und politischer Mission. Regisseur Thomas Wünsch, der im Mai dieses Jahres verstarb, und Ausstatter Heiko Mönnich transferieren die Rahmenbedingungen aus einer historisch entfernten Vergangenheit in das Umfeld der jüngeren Geschichte und bestätigen somit die enorme Aktualität dieser Oper.


Musikalische Leitung: Andreas Fellner
Inszenierung: Thomas Wünsch
Bühne und Kostüme: Heiko Mönnich
Choreinstudierung: Maria Benyumova


Mit: Janet Bartolova/Eva Maria Günschmann, Barbara Dobrzanska/Janet Bartolova, Charlotte Reese; Hayk Dèinyan/Andrew Nolen, Andrey Nevyantsev/Zheng Xu, Kairschan Scholdybajew,;


Chor und Extrachor; Statisterie; Niederrheinische Sinfoniker
Weitere Termine: 6. (20 Uhr), 11. (20 Uhr),14. (19.30 Uhr), 27. (20 Uhr), 31. Oktober (20 Uhr); 7. (20 Uhr), 13. (20 Uhr), 16. November (20 Uhr); 2. Dezember 2012 (19.30 Uhr); 12. Januar 2013 (20 Uhr)


Ihre Kartenwünsche richten Sie bitte an Wolf-Guido Grasenick, Mitarbeiter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel. 02151/805-161, Fax. 02151/805-137, wolf-guido.grasenick@theater-kr-mg.de.