15.04.2014 08:00 Jubiläumsausgabe

Theater in Mannheim: Der Mannheimer Mozartsommer feiert 2014 sein erstes Festival-Jubiläum – er findet zum fünften Mal statt

mannheimer mozartsommer

Auch die Jubiläumsausgabe bietet wieder ein buntes und innovatives Programm; © Christian Kleiner

Von: GFDK - Nationaltheater Mannheim

Vom 12.-20. Juli findet in Mannheim und Schwetzingen die fünfte Ausgabe des Mannheimer Mozartsommers statt.

Theater in Mannheim

Auch die Jubiläumsausgabe bietet wieder ein buntes und innovatives Programm. Neben einer Neuproduktion des Nationaltheaters Mannheim, einer Musik-Uraufführung für junge Menschen und zahlreichen Gastspielen bietet der Mannheimer Mozartsommer Konzerte mit namhaften Künstlern wie Vesselina Kasarova, Olga Mykytenko oder Klaus Maria Brandauer an.

Zum Auftakt am 12. Juli lädt das Nationaltheater um 11.00 Uhr zum Eröffnungskonzert im Mozartsaal des Schwetzinger Schlosses. Das Eröffnungskonzert spürt den Ursprung von Mozarts erster Opera seria Mitridate, re di Ponto nach und gibt einen Vorgeschmack auf die szenische Umsetzung dieses Werkes im Rahmen des Festivals. Es spielt das Württembergische Kammerorchester Heilbronn.

Von der Installationseröffnung ZART, einer Klanginstallation im Dialog mit einer Komposition für Cello solo von Volker Staub im Unteren Foyer des Nationaltheater Mannheim mündet der Eröffnungstag in der Grossen Messe in C-Moll KV 427. Die stilistische Vielfalt ist eine Besonderheit der Messe und mit ein Grund dafür, dass ihre Wirkung und Verbreitung diejenige vieler anderer sakraler Werke Mozarts übertrifft. Es dirigiert Generalmusikdirektor Dan Ettinger. Am Freitag, 18. Juli wird das Konzert im Dom zu Speyer als Benefizkonzert wiederholt.

Am 13. Juli feiert die Junge Oper um 11.00 Uhr die Uraufführung des Auftragswerkes Mozart in Moskau, einem musikalischen Roadmovie für Sängerinnen, Sänger, einem Schauspieler, einer Puppenspielerin und ein Instrumentenensemble. Bekannte Arien aus Mozarts Opern verweben sich in neuen Arrangements mit dem Text des Autors Ad de Bont, der erstmals für die Junge Oper schreibt.  (weitere Termine: 17. und 18. Juli). Ab 14.00 Uhr bereiten Sänger, Tänzer und Instrumentalisten des Nationaltheaters an unterschiedlichen Orten des Schwetzinger Schlossgartens unterschiedliche Auftritte vor, die das Publikum bei Mozart im Park lustwandelnd erleben kann.

Die Aufführung der Neuproduktion Mitridate, re di Ponto bildet den krönenden Abschluss des zweiten Festivaltages am 13. Juli. Mozarts erste Opera seria entstand in nur fünf Monaten als Auftragswerk zur Eröffnung der Mailänder Opernsaison am Teatro Regio Ducale 1770/1771. Mozarts einzigartiges Gespür für dramatische Situationen, die er durch seine Musik erschuf, sicherte ihm schon in dieser frühen Zeit außerordentliche Erfolge.  Es inszeniert Nicolas Brieger unter der musikalischen Leitung von George Petrou. (weitere Termine: 17. und 19. Juli).

Freunde der Kunst

Vor der Vorstellung am 13. Juli gibt es einen Festvortrag von Prof. Dr. Manfred Hermann Schmid, einem international anerkannten Mozartexperten und u.a. Herausgeber der Mozart Studien.

Am 14. Juli steht ein Abend mit Klaus Maria Brandauer und dem GrauSchumacher Piano Duo auf dem Programm. Anhand von Briefen und Notizen von Wolfgang Amadeus und Leopold Mozart erzählt Klaus Maria Brandauer die Geschichte des jungen Komponisten, der sich allmählich von der Dominanz des übermächtigen Vaters befreit.

Die Komische Oper Berlin ist am 15. Juli zu Gast in Mannheim. Rauchschwaden, die sich zu Bildern formen, Elefanten, die in Cocktailgläsern schwimmen, fliegende Flöten, tanzende Glöckchen.. .Nichts ist unmöglich in der neuen Zauberflöten-Inszenierung der Komischen Oper. Die witzige, unterhaltsame und anrührende Inszenierung spielt mit den Sehgewohnheiten des Publikums und orientiert sich dabei an der Herkunft des Stückes aus dem Vorstadt-Volkstheater.

Vesselina Kasarova und das Ensemble l´arte del mondo geben am 16. Juli ein Konzert im Opernhaus des Nationaltheaters. Dem Mannheimer Publikum ist die Mezzosopranistin noch aus dem Festlichen Opernabend Werther in der Rolle der Charlotte bekannt.

Ein Crossover-Projekt zwischen Klassik, Jazz und lateinamerikanischen Rhythmen erwartet den Zuschauer am 18. Juli bei Mozart meets Cuba. Witzig, spielerisch und mit feinstem musikalischem Gespür führen für Arrangements von Klazz Brothers & Cuba Percussion Mozart und seine Musik in eine neuartige musikalische Dimension.

Am 19. Juli macht eine ungewöhnliche Wanderbühne Station in Mannheim: Mit Mozarts Le nozze di Figaro präsentieren Solisten, Chor und Orchester der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen ein besonderes Opernprojekt. Die musikalische Komödie, die einst mit politischer Brisanz und viel erotischer Irritation die Gemüter erregte, versetzen Regisseur Peter Staatsmann und Bühnenbildner Stephan Mannteufel in die Welt der Fashion-Shows.

Die Veranstaltung Schloss in Flammen am 20. Juli bildet den festlichen Abschluss des Mannheimer Mozartsommers im Schlossgarten Schwetzingen. Unter freiem Himmel präsentieren Solisten des Nationaltheaters und das Nationaltheaterorchester unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Dan Ettinger Arien und Szenen aus Werken Mozarts. Zum großen Finale erstrahlen Bühne, Garten, Schloss und Himmel in den festlichen Farben eines großen Feuerwerks. 

Das Stipendiatenprogramm MozartPrisma ermöglicht Studierenden aus ganz Europa wieder die Teilnahme an Workshops und Seminaren, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Mozart beschäftigen werden.

Sandra.Strahonja@mannheim.de