19.11.2016 07:39 politisches theater

Theater in Mannheim: Birdland, Psychogramm eines rasanten Aufstiegs

Simon Stephens‘ Birdland

Erstaufführung von Simon Stephens‘ „Birdland“, die am Sonntag, 2. Oktober stattfinden wird. Fotograf: Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim zeigt Simon Stephen
Von: GFDK - Nationaltheater Mannheim

Paul hat es geschafft. Er ist ganz oben angekommen. Früher spielte er in kleinen Clubs, jetzt gibt er zweihundert Konzerte im Jahr und füllt die Stadien der Welt. Als Musiker ist Paul ein Megastar, bewundert und beneidet. Als Mensch ein seelenloses Monster, grausam und rücksichtslos.

Als er mit Marnie, der Freundin seines besten Freundes, schläft und Marnie sich aus Schuldgefühlen umbringt, beginnt für Paul der Absturz ins Bodenlose.

Simon Stephens hat das Psychogramm eines rasanten Aufstiegs geschrieben, eines Zynikers, der die Welt von oben betrachtet und den Bezug zum wirklichen Leben verloren hat. Anlässlich der Londoner Uraufführung schrieb Theater heute: »Birdland ist ein Blick auf die aktuelle Phase des Spätkapitalismus durch die Rock’n’Roll-Brille: politisches Theater der subtilen Simon Stephens Variante mit atmosphärisch dichten, rhythmisch-musikalischen Dialogen.«

Premiere in Mannheim

Simon Stephens, 1971 in Stockport / South Manchester geboren, zählt mit Stücken wie Wastwater, Punk Rock und Motortown zu den renommiertesten Dramatikern Englands. Mehrfach wurde er in der Kritikerumfrage von Theater heute zum besten ausländischen Dramatiker des Jahres gewählt.

Erstaufführung von Simon Stephens‘ „Birdland" am Sonntag, 2. Oktober 2016

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