02.02.2014 09:00 Ein zeitgenössischer Stoff

Theater in Mainz: La Traviata - Violetta Valéry hat zwei mächtige Feinde

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Violetta Valéry hat zwei mächtige Feinde – ihre unheilbare Krankheit und eine Gesellschaft; (c) Martina Pipprich

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Von: GFDK - Staatstheater Mainz

Violetta Valéry hat zwei mächtige Feinde – ihre unheilbare Krankheit und eine Gesellschaft, die sie nicht als lebendige Frau, sondern nur als anonymes Lustobjekt oder Ikone der Erinnerung akzeptiert. Sie bestreitet ihren Lebensunterhalt, indem sie das Begehren vermögender Männer entfacht und als Protagonistin des Pariser Lebens aktiv ist.

Theater in Mainz

Alfredo scheint sie wirklich zu lieben: Sie wagt mit ihm ein Leben abseits der großen Gesellschaft, und für eine kurze Zeit des Glücks sind Moral und Kalkül des bürgerlichen Lebens außer Kraft gesetzt. Dann fordert Alfredos Vater, dass sie die Verbindung mit ihm löse, da sie den Ruf der Familie bedrohe. Ihrem Geliebten spielt Violetta daraufhin die Rolle einer unbeständigen, käuflichen Frau vor, um ihn von dem Malus zu befreien, mit einer unehrenhaften Frau zusammen zu sein. Der Plan geht auf: Alfredo verachtet sie. Erst als Violetta im Sterben liegt, scheinen die Missverständnisse zu enden und die bedingungslose Liebe einen Platz am Himmel bürgerlicher Werte einzunehmen.

Freunde der Kunst

Der Roman „Die Kameliendame“ von Alexandre Dumas d. J. war 1848 erschienen, die Bühnenfassung 1852 uraufgeführt worden.

„Ein zeitgenössischer Stoff. Ein anderer würde ihn vielleicht nicht gemacht haben, wegen der Sitten, wegen der Zeiten und wegen tausend anderer blöder Skrupel.“(Giuseppe Verdi, 1853)    

mmairose@staatstheater-mainz.de