21.04.2012 07:14 Thema massenarbeitslosigkeit

Theater in Köln: Theaterensemble Futur3 "Ortschaft: Abgeschaltet" - Premiere am 26.4.2012

(c) Freihandelszone

Von: Kerstin Neurohr & Franziska Andrä - 2 Bilder

Welche Auswirkungen hat Massenarbeitslosigkeit auf eine Gesellschaft? Dieser Frage geht das freie Kölner Theaterensemble Futur3 in seiner neuesten Produktion "Ortschaft:Abgeschaltet" nach. Die theatrale Installation wird in einer ausrangierten Kölner Fabrikhalle gezeigt.

Futur3 nähert sich dem hochaktuellen Thema Arbeitslosigkeit auf der Grundlage einer rund achtzig Jahre alten sozial-psychologischen Studie: „Die Arbeitslosen von Marienthal". Darin beschreiben junge Sozialforscher aus Wien, was in den 1930er Jahren in einem österreichischen Dorf passiert, in dem auf einen Schlag drei Viertel der Familien unterstützungsbedürftig werden. Dort schließt die Fabrik, wie auch viele andere in ganz Europa während der Weltwirtschaftskrise. Die Menschen haben keine Hoffnung auf neue Arbeit, ihr Verhältnis von Sinn und Zeit gerät völlig aus den Fugen, die ökonomischen Schwierigkeiten sind erdrückend. Mittels versteckter Beobachtungen, verteilten „Zeitverwendungsbögen“ oder praktischen Interaktionen vor Ort erstellen die Wissenschaftler ein umfassendes Inventar des Lebens der Arbeitslosen. Sie dokumentieren, wie die Gemeinschaft in Lähmung verfällt, Kultur und Gesellschaft zerfallen.

In Zusammenarbeit mit der Hamburger Regisseurin Judith Wilske lässt Futur3 die Zuschauer in das große Bild, das die Studie über die lähmende Wirkung von Arbeitslosigkeit zeichnet, eintauchen. Mit den unterschiedlichsten Mitteln wird der Studie eine Stimme gegeben – und die Zuschauer mitgenommen auf die Suche nach unserem heutigen, persönlichen Marienthal.

Mit: André Erlen, Irene Eichenberger, Andreas Fohr (Paris), Stefan H. Kraft, Pietro Micci, Petra Maria Wirth, Boris Kahnert, Judith Wilske (Hamburg)
Assistenz: Carmen Casagrande
Produktion: Rut Profe-Pracht, Armin Leoni (little bit cologne), Kaja Manenbach, Jana Marscheider
Pressearbeit: neurohr & andrä

Eine Produktion von Futur3 in Kooperation mit Freihandelszone – Ensemblenetzwerk Köln. Die Produktion und das Ensemble werden gefördert durch: Kunststiftung NRW, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, Kulturamt der Stadt Köln, Fonds Darstellende Künste und RheinEnergieStiftung Kultur.

 

Termine: 26. April (Premiere), 27., 28., 29. April, 3., 4., 5., 6. Mai + 10., 11., 12., 13. Mai, jeweils 20:30 Uhr
Ort: Alte Schlosserei Lindenthal, Gleueler Str. 203, 50935 Köln (U-Bahn U13 bis Gleueler Straße / Gürtel)
Eintritt: 15,-/9,- EUR
Kartenreservierung und Informationen unter: 0221 985 45 30

 

Pressebüro der Freihandelszone
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