20.01.2016 07:32 musikalischer Wettstreit

Theater in Kassel: Die Herzogin von Chicago - Operette von Emmerich Kálmán

Operette - Die Herzogin von Chicago

Jaclyn Bermudez spielt in der Operette - Die Herzogin von Chicago, Fotograf: N. Klinger

Von: GFDK - Redaktion

Charleston oder Csárdás, Foxtrott oder Walzerseligkeit – um diese Fragen kreist Emmerich Kálmáns 1928 in Wien uraufgeführte, herrlich verrückte Operette „Die Herzogin von Chicago“. Kálmán unternahm hier nichts Geringeres, als dem traditionellen Genre die neuen Modetänze und den Jazz zuzuführen und einen mitreißenden musikalischen Wettstreit zwischen den Stilen zu entfachen.

Alte und Neue Welt, Tradition und Fortschritt prallen hier nicht nur musikalisch aufeinander: Die verwöhnte amerikanische Milliardärstochter Mary Lloyd ist mit ebenso reichen Freundinnen und Gefolge auf Stippvisite in Europa, wo sie auf den Erbprinzen Sándor Boris trifft. Beide finden durchaus Gefallen aneinander, doch ihre Bitte um einen gemeinsamen Charleston weist der traditionsbewusste Sándor brüsk zurück. Mary lässt sich so nicht abspeisen. Sie folgt dem Erbprinzen in seinen verschuldeten Kleinstaat, wo sie die nötigen Millionen für den Kauf und die Instandsetzung seines heruntergekommenen Schlosses aufbringt und endgültig sein Herz erobert.

 Operette - Die Herzogin von Chicago

Alles könnte gut sein, wäre da nicht eine Wette, von der Sándor erst jetzt erfährt: Mary und ihre Freundinnen vom „Young Ladies Excentric Club" haben ausgemacht, dass diejenige noch eine Million dazu bekommt, die in Europa etwas erwirbt, das für Geld besonders schwer zu haben ist. Sandór fühlt sich betrogen, und das Ganze hat ein Nachspiel, in dem er dann aber endlich mit Mary einen Slowfox tanzt …

Am 23. Januar hat „Die Herzogin von Chicago“ unter der musikalischen Leitung von Marco Zeiser Celesti Premiere am Staatstheater Kassel. Regie führt Christoph Biermeier. Als Mary Lloyd ist Jaclyn Bermudez zu erleben, Johannes An ist Sándor Boris (in späteren Vorstellungen alternierend mit Tobias Hächler). Neben zahlreichen weiteren Solisten wirken auch der Schauspieler Peter Elter, der Opernchor des Staatstheaters Kassel, der Kinder- und Jugendchor CANTAMUS und Tänzer des Tanzensembles SOZO visions in motion mit.    

DIE HERZOGIN VON CHICAGO
Operette in zwei Akten mit einem Vor- und Nachspiel

von Emmerich Kálmán; Text von Julius Brammer und Alfred Grünwald

Musikalische Leitung: Marco Zeiser Celesti, Inszenierung: Christoph Biermeier, Bühne: Heiko Mönnich, Kostüme: Ursina Zürcher, Dramaturgie: Jürgen Otten, Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti, Einstudierung Cantamus-Chor: Maria Radzikovskij

Mit Jaclyn Bermudez (Miss Mary Lloyd), Johannes An / Tobias Hächler (Sándor Boris), Maren Engelhardt / Hanna Larissa Naujoks (Rosemarie Sonjoschka), Marian Pop / Hansung Yoo (Jonny James Jacques Bondy), Peter Elter (Graf Negrecso), Dieter Hönig (Tihany / Benjamin Lloyd, Vater von Mary), Bernhard Modes (Graf Bojazowitsch) u.a.m.,

Staatsorchester Kassel, Opernchor des Staatstheaters Kassel, CANTAMUS-Chor, Tanzensemble SOZO visions in motion 

 Theater in Kassel

Kostprobe: Dienstag, 19. Januar, 19 Uhr, Opernhaus (Einführung um 18.45 Uhr im Opernfoyer)

Premiere: Samstag, 23. Januar, 19.30 Uhr, Opernhaus

Nächste Vorstellungen: 30.01., 12.02., 26.02., 09.03.

Erste Einblicke in „Die Herzogin von Chicago“ bietet für 6 Euro Eintritt die „Kostprobe“, eine öffentliche Bühnen-Orchester-Probe, am Dienstag, 19. Januar, um 19 Uhr im Opernhaus (Einführung um 18.45 Uhr im Opernfoyer). Karten für die „Kostprobe“ und wenige Restkarten für die Premiere sind erhältlich an der Theaterkasse, Tel. (0561) 1094-222, und online unter www.staatstheater-kassel.de.