19.06.2015 08:00 von Pjotr I. Tschaikowski

Theater in Innsbruck: PIQUE DAME - Pech im Spiel, Glück in der Liebe

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Als Vorlage für die Oper der beiden Tschaikowski-Brüder diente die Erzählung Pique Dame des bekannten russischen Dichters Alexander Puschkin; (c) Tiroler Landestheater & Orchester GmbH Innsbruck

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Von: GFDK - Tiroler Landestheater & Orchester GmbH Innsbruck

Wie sagt doch das bekannte Sprichwort? Pech im Spiel, Glück in der Liebe! Der mittellose Offizier Hermann hingegen ist davon überzeugt, dass ihm einzig ein hoher Gewinn im Kartenspiel zur Erfüllung seiner Liebesträume verhelfen kann.

Theater in Innsbruck

Denn seine Angebetete Lisa stammt aus reichem Hause, ist gar die Enkelin einer Gräfin. Und diese Gräfin, so erzählt man, kenne das Geheimnis von drei Karten, die immer gewinnen. Unbarmherzig verfolgt Hermann sein Ziel, dieses Wissen zu erhalten. Die Gräfin und Lisa bezahlen seine Rücksichtslosigkeit sogar mit dem Leben. Zu spät erkennt Hermann, dass er das Herz Lisas längst gewonnen hätte. Durch seine Besessenheit jedoch verspielte er nicht nur sein Glück in der Liebe, sondern das Lebensglück von drei Menschen.

Als Vorlage für die Oper der beiden Tschaikowski-Brüder diente die Erzählung Pique Dame des bekannten russischen Dichters Alexander Puschkin, die sofort nach ihrem Erscheinen 1834 großes Aufsehen erregte. Die Opernfassung wurde nach ihrer erfolgreichen Uraufführung 1890 in St. Petersburg schnell zur populärsten russischen Oper überhaupt. Die psychologische Zeichnung der Figuren – besonders die Zerrissenheit des tragischen Helden Hermann – wird in Pjotr I. Tschaikowskis Komposition anhand von jähen Stimmungswechseln beeindruckend umgesetzt.

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Dramatische Momente werden durchbrochen von heiter-leichten Chorszenerien und scheinbaren Ruhepunkten. Zudem zitierte Tschaikowski mit Freuden Werke anderer Komponisten und deren musikalische Stile.

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