26.05.2014 08:00 von Aischylos

Theater in Heidelberg: Die Orestie - behandelt die Geschichten der letzten Generationen des Atriden-Fluches

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Die Orestie steht am Anfang der abendländischen Theatertradition; (c) Florian Merdes

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Von: GFDK - Theater Heidelberg

Die einzige erhaltende Tragödientrilogie der griechischen Antike behandelt die Geschichten der letzten Generationen des Atriden-Fluches.

Theater in Heidelberg

Im ersten Teil wird die Ermordung Agamemnons durch seine Frau Klytaimnestra geschildert, die Vergeltung dafür üben will, dass Agamemnon ihre Tochter Iphigenie für das Gelingen des Trojanischen Krieges geopfert hat, und schließlich mit einer Zweitfrau an seiner Seite heimkehrte. Der zweite Teil schildert wie Klytaimnestras Sohn Orest gemeinsam mit Elektra den Tod des Vaters rächt.

Doch kaum ist das Blut der Vater-Mörder geflossen, treten die Erinnyen – die Rachegeister – auf den Plan und bestrafen Orest durch Verfolgung. Davon erzählt der dritte Teil. Schließlich initiiert Pallas Athene eine Art Gerichtsprozess, der die Kontrahenten aufeinandertreffen lässt. Damit ist der Grundstein gelegt für einen Übergang vom System der Blutrache zu einer Rechtsprechung durch ein von Vertretern des Volkes zusammengesetztes Gericht.

Freunde der Kunst

Die Orestie steht am Anfang der abendländischen Theatertradition. Der junge Regisseur Ingo Berk (u. a. Theater Bonn, Schauspielhaus Graz, Volkstheater Wien, Schauspielhaus Zürich) wirft einen heutigen Blick auf die antike Tragödie.

sonja.zirkler@remove-this.heidelberg.de