17.06.2015 08:00 Komödie von Carl Sternheim

Theater in Heidelberg: Die Kassette - eine Art wilhelminische Variante von Molières Der Geizige

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Zeigt, wie hinter der Fassade bürgerlicher Behaglichkeit hemmungslose Besitz- und Machtgier wüten; (c) Annemone Taake

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Von: GFDK - Theater und Orchester Heidelberg

Deutschland 1912. Heinrich Krull, ein Oberlehrer, zwischen zwei Frauen, zwischen Fleisch und Geld, zwischen Besitzgier und Geschlechtsgier. Heinrich Krull hat einerseits: eine junge, den Sinnen zugetane Ehefrau und andererseits: eine alte, reiche Erbtante, die ihre Schätze in einer schweren, geheimnisvollen Kassette aufbewahrt.

Theater in Heidelberg

Wo liegt die größere sexuelle Faszination? Keine Frage: beim Geld. Die verführerische Kassette macht Heinrich Krull noch einmal zum verliebten, verrückten Jungen. Mit allen Konsequenzen.
Die Kassette, eine Art wilhelminische Variante von Molières Der Geizige, zeigt, wie hinter der Fassade bürgerlicher Behaglichkeit hemmungslose Besitz- und Machtgier wüten. »Aus dem bürgerlichen Heldenleben« nannte Carl Sternheim den Dramenzyklus, zu dem dieses Stück gehört. Die wilde Jagd nach dem Geld ist das, was das Leben seiner Helden bestimmt.

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Der Schauspieler und Regisseur Milan Peschel (Alles Gold was glänzt) inszeniert »wohl die brutalste« von Sternheims Komödien (so der Theaterkritiker Benjamin Henrichs), Die Kassette, im Alten Saal.

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