12.02.2012 07:12 Inszenierung: Antje Thoms am 18.2.2012

Theater in Göttingen: DER ZERBROCHNE KRUG von Heinrich von Kleist - In Kooperation mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

Deutsches Theater in Göttingen

Von: Deutsches Theater in Göttingen

In dem niederländischen Dorf Huisum ist ein Krug unter mysteriösen Umständen zu Bruch gegangen. Marthe Rull, die Eigentümerin des Kruges, beschuldigt den jungen Bauerssohn Ruprecht, bei einem nächtlichen Besuch im Zimmer ihrer Tochter Eve den Krug zerschlagen zu haben. Doch Ruprecht leugnet die Tat vehement. Dorfrichter Adam soll nun Licht in die Sache bringen und den Täter ausfindig machen.Gerichtstag in Huisum – für die Einwohner ein allseits beliebtes Ereignis, das nach den dorfeigenen Bräuchen vonstattenzugehen pflegt. Mit allerlei Präsenten für Richter Adam sowie der nötigen musikalischen Unterstützung durch den Huisumer Dorffunk nimmt die Gerichtsverhandlung wie üblich Fahrt auf.

Indes scheint Richter Adam heute ein wenig von der Rolle zu sein: Seine Perücke ist nicht aufzufinden, frische Verletzungen zieren Kopf und Gesicht. Darüber hinaus bringt seine Prozessführung zunehmend Unklarheit in die Frage, wer nun eigentlich den Krug zerbrach. Sehr zum Unmut von Gerichtsrat Walter, der just an diesem Tage aus Utrecht angereist ist, um zu prüfen, wie es um die Rechtspflege auf dem platten Land bestellt ist. Adams Verhalten lässt bei Walter allmählich den Verdacht entstehen, dem Dorfrichter sei an einer rückhaltlosen Aufklärung des Falles gar nicht gelegen. Doch je stärker Adam in Bedrängnis gerät, desto waghalsiger versucht er sich mit immer neuen abstrusen, oftmals gewitzten Erklärungen aus seiner unbequemen Lage heraus zu reden. Dabei verstrickt sich der Inhaber des höchsten Amts im Dorfe mit jeder weiteren Erklärung seiner selbst nur immer weiter in Widersprüche…

Die Regisseurin Antje Thoms, die am DT bereits in der vergangenen Spielzeit mit der Inszenierung von Tracy Letts‘ EINE FAMILIE ihr Talent für Komik unter Beweis stellte, inszeniert Kleists 1806 erschienenes Lustspiel als humorvolles und musikalisches Dorfspektakel, das nicht nur einen kritischen Blick auf das Schalten und Walten der Obrigkeit wirft, sondern auch das Verhalten ihrer Unterstützer, der Dorfgemeinschaft, unter die Lupe nimmt.

 

Antje Thoms, geboren 1976 in Stralsund, studierte Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen und arbeitete ab 1999 als Regieassistentin u.a. für Sebastian Nübling, Andreas Kriegenburg, Luk Perceval, Elias Perrig und Jossi Wieler. Seit 2003 ist sie freiberuflich als Regisseurin und Autorin tätig. Regelmäßige Inszenierungen u.a. für das Saarländische Staatstheater, das Stadttheater Bern, das DT in Göttingen, das Theater Winkelwiese Zürich und das Theater Ulm.

 

Inszenierung > Antje Thoms Bühnenbild > Florian Barth Kostüme > Katharina Meintke Musik > Fred Kerkmann Dramaturgie > Anna Gerhards

 

Termine: 18. sowie 22.2.2012

 

Deutsches Theater in Göttingen GmbH Theaterplatz 11 | 37073 Göttingen Telefon 0551 49 69-0 | 0551 49 69-82

 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Sandra Visscher (ed.negnitteog-td@rehcssivs)
Telefon (0551) 49 69-34

 

 

Weiterführende Links:
http://www.dt-goettingen.de