17.04.2014 09:00 Oper halbszenisch

Theater in Erfurt: Boris Godunow - ein Schlüsselwerk des russischen Musiktheaters

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Der amtierende Regent Boris Godunow lässt sich zum neuen Herrscher proklamieren und zieht zur Krönung in den Kreml ein; (c) Theater Erfurt/Lutz Edelhoff

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Von: GFDK - Theater Erfurt

Nach der Ermordung des rechtmäßigen Thronerben, des achtjährigen Dimitri, war der russische Zarenthron vakant.

Theater in Erfurt

Der amtierende Regent Boris Godunow lässt sich zum neuen Herrscher proklamieren und zieht zur Krönung in den Kreml ein. Einige Jahre später erfährt der junge Mönch Grigori von der Ermordung des Zarewitschs und dass dieser jetzt so alt wie er selbst wäre. Daraufhin verlässt er das Kloster mit der Absicht, sich als Thronfolger auszugeben. Unterdessen wird Boris Godunow von der Schuld am Tod des Kindes gepeinigt.

Fürst Schuiski berichtet, dass sich in Polen ein Mann erhoben habe, der behauptet, Dimitri zu sein. In einem Anfall von Wahnsinn erscheint Boris die Gestalt des ermordeten Kindes. Als das hungernde Volk Boris um Brot anbettelt, beschuldigt ihn ein Narr der Ermordung des Zarewitschs. Die Versammlung der Bojaren erfährt durch Schuiski von Boris' Wahnvorstellungen. Als dieser selbst hinzukommt, fühlt er sein
Ende nahen.

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Die auf einem gleichnamigen Schauspiel Alexander Puschkins basierende große nationale Historienoper ist ein Schlüsselwerk des russischen Musiktheaters. Die Aufführungsgeschichte wurde stark durch die Bearbeitungen zunächst von Nikolai Rimski Korsakov, dann von Dmitri Schostakowitsch geprägt. In Erfurt erklingt das Werk in der ursprünglichen Instrumentation Mussorgskis, deren ungewöhnliche Klangfarben damals als Unbeholfenheit, heute hingegen als innovatives Stilmerkmal gelten.

kehr@theater-erfurt.de