07.07.2013 08:00 nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf

Theater in Dresden: Tschick - Ausgezeichnet mit dem „Günther-Rühle-Preis 2012“ der Stadt Bensheim

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„Tschick“ erzählt die Geschichte einer sommerlichen Deutschland-Reise zweier Jungs durch ein fremdes, vertrautes Land; Foto: Matthias Horn

Von: GFDK - Staatsschauspiel Dresden

„Ein klappriges Auto kam die Straße runtergefahren. Es fuhr langsam auf unser Haus zu und bog in die Garagenauffahrt ein. Eine Minute stand der hellblaue Lada Niva mit laufendem Motor vor unserer Garage, dann wurde der Motor abgestellt. Die Fahrertür ging auf, Tschick stieg aus. Er legte beide Ellenbogen aufs Autodach und sah zu, wie ich den Rasen sprengte. ‚Ah‘, sagte er, und dann sagte er lange nichts mehr. ‚Macht das Spaß?‘“

Theater in Dresden

So beginnt sie, die Geschichte eines Sommers, die Geschichte von Maik und Tschick. Maik ist 14 Jahre alt, sein Vater hat Geld und eine Geliebte, seine Mutter ist auf einer Beautyfarm – das heißt, sie macht mal wieder einen Alkoholentzug. Endlos und elternfrei liegen die Sommerferien vor Maik, als Tschick auftaucht. Der Assi aus seiner Klasse, der Russlanddeutsche, der im Klassenzimmer schon mal betrunken vom Stuhl gefallen ist, der Proll aus der Hochhaussiedlung. Aber Tschick hat einen geklauten Lada dabei, und plötzlich riecht alles nach Freiheit und Abenteuer.

Schauspiel in Dresden

„Tschick“ erzählt die Geschichte einer sommerlichen Deutschland-Reise zweier Jungs durch ein fremdes, vertrautes Land; von seltsamen, trostvollen Begegnungen und vom Schmerz des Erwachsenwerdens. Ein Buch, unvergesslich wie die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huck Finn. Die Literaturchefin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Felicitas von Lovenberg, schrieb über „Tschick“: „Auch in fünfzig Jahren wird dies noch ein Roman sein, den wir lesen wollen. Aber besser, man fängt gleich damit an.“

Freunde der Kunst

Wolfgang Herrndorf wurde 1965 in Hamburg geboren. Er studierte Malerei in Nürnberg, arbeitete als Maler und Illustrator und veröffentlichte 2002 seinen Debütroman „In Plüschgewittern“. Herrndorf wurde mit dem Clemens-Brentano-Preis ausgezeichnet und war nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2011.

martina.aschmies@remove-this.staatsschauspiel-dresden.de