13.04.2014 09:00 Tragödie von Sophokles

Theater in Dresden: Antigone - inszeniert wird die fast 2.500 Jahre alte antike Tragödie

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Sophokles' Tragödie stellt zwei Systeme gegeneinander – gegensätzlich und unversöhnlich; (c) Matthias Horn

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Von: GFDK - Staatsschauspiel Dresden

Der Krieg um Theben ist vorbei, die Toten sind gezählt. Unter ihnen: Eteokles und Polyneikes, Söhne des Ödipus’ und die beiden ehemaligen Könige der Stadt.

Theater in Dresden

Im Streit um Theben begannen sie den Krieg und töteten sich schließlich gegenseitig. Nun sitzt ihr Onkel Kreon auf dem Thron, und sein erster Befehl lautet: Eteokles soll in Ehren bestattet werden, Polyneikes aber, den Verräter, darf niemand begraben. Doch Antigone, die Schwester der beiden Toten, gehorcht nicht. Sie begräbt den toten Bruder, steht öffentlich zu ihrer Tat und bringt Gesetz und Ordnung ins Wanken. Denn was wiegt mehr: Der Befehl des Königs oder göttliches Recht? Die Sicherheit der Stadt oder Geschwisterliebe? Politisches Gesetz oder moralische Pflicht?

Sophokles' Tragödie stellt zwei Systeme gegeneinander – gegensätzlich und unversöhnlich. Antigone wird nicht wanken, und Kreon wird nicht nachgeben. Er wird die Gesetzesbrecherin zum Tode verurteilen, seine Nichte töten. Ihr folgt Haimon, Antigones Verlobter und Kreons Sohn, in den Tod – und schließlich auch Kreons Frau. Und so wirkt der Fluch, der auf Ödipus’­Geschlecht liegt, weiter und häuft Tod auf Tod.

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Inszeniert wird die fast 2.500 Jahre alte antike Tragödie um die Fragen von Blut gegen Ordnung und Politik gegen Moral von Sebastian Baumgarten. Der Opern- und Theaterregisseur hat am Staatsschauspiel Dresden zuletzt mit Schillers „Die Räuber“ von sich reden gemacht und davor E.T.A. Hoffmanns „Der goldne Topf“ auf die Bühne gebracht.

martina.aschmies@remove-this.staatsschauspiel-dresden.de