10.05.2013 08:00 ab 18 Jahren

Theater in Dortmund: Kannibale und Liebe - Eine True-Crime-Tragödie von Jörg Buttgereit

theater dortmund

Kannibale und Liebe, Theater Dortmund; ©Birgit Hupfeld

Kannibale und Liebe

Kannibale und Liebe theater dortmund
Von: GFDK - Theater Dortmund - 3 Bilder

Sie gehören zu den berühmtesten Filmen der Kinogeschichte: Hitchcocks Psycho, der Horrorfilm Das Schweigen der Lämmer und der frühe Splatterfilm The Texas Chainsaw Massacre. Doch wer kennt heute noch die wahre Begebenheit, auf der diese Filme beruhen?

Theater in Dortmund

1957. In dem winzigen Ort Plainfield, Wisconsin, wird die 58-jährige Ladenbesitzerin Bernice Worden aus ihrem Geschäft entführt. Als Polizisten ein Farmhaus in der Nähe überprüfen, finden sie ihren ausgeweideten und geköpften Körper sowie Teile von mindestens 15 verschiedenen anderen Leichen – darunter eine Sammlung Nasen, Masken aus Gesichtshaut, Fressnäpfe aus Totenschädeln und in der Pfanne auf dem Herd ein menschliches Herz. Das Farmhaus gehört Edward T. Gein, zu diesem Zeitpunkt fünfzig Jahre alt.

Schauspiel Dortmund

Unter dem Namen Der Schlächter von Plainfield wird er zum berüchtigsten Verbrecher seiner Zeit: Nach dem Tod der vergötterten Mutter hat er mindestens zwei Frauen ermordet und zahlreiche Leichen auf Friedhöfen ausgegraben und verstümmelt. Gein gesteht zwei Morde, die er allerdings nicht als Verbrechen anzusehen scheint: Als schuldunfähig eingestuft überweist man ihn in die Psychiatrie, wo er bis zu seinem Tod 1984 bleibt.

Freunde der Kunst

Jörg Buttgereits Kannibale und Liebe untersucht Geins bemerkenswerten „Nachruhm“ im Kino und in der Rockmusik und erzählt die Geschichte des Anti-Helden Ed Gein mit zahlreichen Polizei-Originaldokumenten in Wort und Bild. Was zieht uns zum Grauen hin?

Jörg Buttgereit (*1963) ist Regisseur und Autor diverser Arthouse-Horrorfilme, arte-TVDokumentationen, Theaterstücke und Hörspiele. Am Schauspiel Dortmund debütierte er in der vergangenen Spielzeit mit dem Double-Feature GREEN FRANKENSTEIN und SEXMONSTER! und begeisterte Kritik und Zuschauer gleichermaßen.

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