29.09.2014 09:00 von Franz Kafka

Theater in Dortmund: Der Prozess - jemand muss Josef K. verleumdet haben

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Die unfassbare Geschichte eines fleißigen Bankangestellten beginnt mit der Verhaftung am Morgen seines 30. Geburtstags; ©Birgit Hupfeld

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Von: GFDK - Theater Dortmund

„Jemand muss Josef K. verleumdet haben.“ Die unfassbare Geschichte eines fleißigen Bankangestellten beginnt mit der Verhaftung am Morgen seines 30. Geburtstags, dauert fast ein Jahr und endet mit seiner Hinrichtung.

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Dazwischen vollzieht sich eine Verurteilung, von der niemand genaueres weiß; auch wer hinter der Anklage steht, bleibt unersichtlich. Kafkas berühmter Roman macht die Erfahrung einer lebensfeindlichen und sich verselbständigenden Bürokratie geradezu körperlich spürbar: Wem kann ich vertrauen? Gegen wen muss ich mich durchsetzen? Wo muss ich mich anpassen? In einer Zeit, in der wir überall Spuren hinterlassen, in der die Systeme, in denen wir uns bewegen, vom einzelnen kaum noch zu durschauen sind, scheinen die absurde Komik und die Ausweglosigkeit, die der Prozess erfahrbar machen, aktueller denn je.

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