09.03.2015 09:00 von Arthur Miller

Theater in Bochum: Hexenjagd - ein paar Mädchen treiben nachts im Wald seltsame Dinge

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Ausgerechnet im Haus des Pfarrers Parris, bei seiner kranken Tochter Betty und seiner Nichte Abigail, laufen die Fäden zusammen; (c) Foto: Thomas Aurin

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Von: GFDK - Schauspielhaus Bochum

Ein paar Mädchen treiben nachts im Wald seltsame Dinge, welche die Erziehungsberechtigten und andere Bürger des Gemeinwesens beunruhigen.

Theater in Bochum

Ausgerechnet im Haus des Pfarrers Parris, bei seiner kranken Tochter Betty und seiner Nichte Abigail, laufen die Fäden zusammen. Die Frage kommt auf, ob hier alles mit rechten Dingen zugeht oder nicht finstere Mächte die Hand im Spiel haben. Ein Spezialist wird geholt, um die Vorfälle zu untersuchen. Als sich die in die Enge getriebenen Mädchen durch Gegenbeschuldigungen zur Wehr setzen, indem sie bisher unauffällige Bürger verdächtigen, mit dem Teufel im Bunde zu sein, entsteht ein Hexenjagdklima. Immer mehr Verdächtige müssen sich vor Gericht verantworten, die Mädchen erhalten als Anklägerinnen und einzige Zeuginnen eine gefährliche Macht.

Freunde der Kunst

Was sich anhört wie eine archaische Geschichte aus einer puritanischen Gemeinde 1692 in Massachusetts, wo Arthur Miller sein Stück ansiedelt, kann auch in aufgeklärten Gesellschaften immer wieder geschehen, wie die Hysterien angesichts etwa bestimmter epidemischer Krankheiten oder religiöser Fundamentalismen zeigen.

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