03.01.2014 09:00 OPER IN DREI AKTEN

Theater in Bern: La Traviata - eine einer der bewegendsten und berührendsten Opern der Musikgeschichte

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Ich sehne mich nach neuen, grossartigen, schönen, abwechslungsreichen, kühnen Stoffen; (c) Philipp Zinniker

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Von: GFDK - KONZERT THEATER BERN

«Ich sehne mich nach neuen, grossartigen, schönen, abwechslungsreichen, kühnen Stoffen». Als Giuseppe Verdi 1852 zusammen mit seiner Lebensgefährtin Giuseppina Strepponi das Schauspiel «Die Kameliendame» von Alexandre Dumas (Sohn) in Paris sah, wurde ihm schlagartig klar, ein solches Sujet gefunden zu haben.

Theater in Bern

Die Dramatisierung des 1848 erschienenen Romans erzählt in Rückblenden die halbbiographische Romanze zwischen dem bürgerlichen Armand Duval (Alfredo Germont) und der todkranken Edelprostituierten Marguerite Gautier (bei Verdi: Violetta Valéry). Ihre Schwindsucht und die an den gesellschaftlichen Schranken scheiternde Liebe lassen die Kameliendame zu «einem seelenlosen Körper, einem gedankenlosen Etwas» werden.

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Der Komponist wollte seine einzige Oper, die zu seiner Zeit spielt, zunächst «Amore e morte» nennen, änderte dann aber auf Druck der venezianischen Zensur den Titel in «La Traviata» («Die vom rechten Weg Abgekommene»). Dabei ist die Verschränkung von Liebe und Tod in der Figur Violettas wesentlich für das Werk. Die auf das innere Drama der Protagonistin, ihre Leidenschaft, Krankheit und ihr Sterben konzentrierte Musik macht «La Traviata» zu einer der bewegendsten und berührendsten Opern der Musikgeschichte.

Mit «La Traviata» zeichnet die Niederländerin Jetske Mijnssen erstmals für eine Inszenierung am Konzert Theater Bern verantwortlich. Ihre psychologisch nuancierten Figurenregien waren bereits u. a. an den Opernhäusern in Basel, Berlin, Saarbrücken und Essen zu erleben.

susanne.schaefer[at]konzerttheaterbern.ch