07.05.2013 07:00 von Henrik Ibsen

Theater in Berlin: Hedda Gabler - schwebte ein großes, wildes und schönes Leben vor

Von: GFDK - Deutsches Theater Berlin

Ein großes, wildes und schönes Leben, das ist es, was Hedda Gabler vorschwebte. Ein Leben in eigener Regie. Sie hat nicht ohne Berechnung den aufstrebenden Wissenschaftler Jörgen Tesman geheiratet. Nun ahnt sie, dass sie an seiner Seite vor allem dies finden wird: Konventionen, Bedachtsamkeit und Langeweile. Tesman träumt von einer Professur, die die wirtschaftlich prekäre Lage des Paares verbessern würde.

Theater in Berlin

Da taucht sein alter Bekannter Eilert Ljövborg in der Stadt auf, seit jeher Tesmans  Rivale in Sachen Sex und Karriere. Ljövborg, ein Mann mit genialischen Zügen, hat seine Suchtprobleme in den Griff bekommen und ein Buch geschrieben, von dem bald alle sprechen werden. Tesman sieht seine Hoffnungen schwinden und Hedda das Kalkül ihres Lebens nicht aufgehen. Nun will sie ihre Energien nicht länger kanalisieren. Mit tödlichen Folgen.

Schauspiel Berlin

Henrik Ibsen verhandelt zentrale Fragen einer sich als bürgerlich verstehenden Gesellschaft: das Verhältnis von ökonomischer Sicherheit und Freiheit, von Aufstiegsglaube und Abstiegsangst, von Normalität und Abweichung.

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