22.01.2015 08:00 von Henrik Ibsen

Theater in Basel: Die Wildente - spricht das Thema der gnadenlosen Lebenslügen an

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Hjalmar hat sich längst mit Frau und Tochter seine kleine hermetische Welt geschaffen; © Judith Schlosser

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Von: GFDK - Theater Basel

Nicht leicht, nach 17 Jahren in das eigene Elternhaus zurückzu­kehren. Eigentlich schafft man das nur mit dem Vorsatz, über alles grosszügig hinwegzusehen.

Theater in Basel

Doch ­Gregers hat das Gegenteil vor: Er möchte ­genau hinschauen und sich der Vergangenheit stellen, alles um der schönen Wahrheit willen. Ausgerechnet der alte Schulfreund ­Hjalmar, den Gregers nun wiedertrifft, muss als Objekt herhalten, sämtliche Lügen ans Licht zu holen. Doch Hjalmar hat sich längst mit Frau und Tochter seine kleine hermetische Welt geschaffen – so konkret, dass er selbst zum ­Jagen die eigenen vier Wände nicht mehr verlassen muss. Und mitten darin: Eine echte Wild­ente!

Der norwegische Autor Henrik Ibsen führt hier so phantastisch und versponnen wie in keinem anderen Stück sein Thema der gnadenlosen Lebenslügen vor. Wie viel muss der Mensch sich vormachen, um zu überleben? Die Regie dieser nordischen Hell-Dunkel-Geschichte übernimmt Amélie Niermeyer, die nach «Wir sind noch einmal davongekommen» und «Biografie.

Freunde der Kunst

Ein Spiel» zum dritten Mal am Theater Basel inszenieren wird. Sie war ­Intendantin in Freiburg und Düsseldorf und inszeniert in dieser Spielzeit u.a. am ­Residenztheater München und am Schauspiel Frankfurt.

presse@remove-this.theater-basel.ch