10.05.2013 09:00 Mit Sprachwitz

Theater in Baden - Baden: DIE ENTFERNUNG DER AMYGDALA - eine „komische Tragödie" von Markus Orths

DIE ENTFERNUNG DER AMYGDALA  theater baden-baden

Theater in Baden - Baden: DIE ENTFERNUNG DER AMYGDALA; (c) Jochen Klenk

Die Entfernung der Amygdala ist eine „komische Tragödie“DIE ENTFERNUNG DER AMYGDALA
Von: GFDK - Theater Baden-Baden - 3 Bilder

Nina Krohn hat noch knapp sechs Monate zu leben, und die junge Frau will sich ihrer Angst stellen. Zum Beispiel mit Hilfe des Sarghändlers Gernot, der sie in die Welt der Designer-Särge, Etagenöfen und Turbo-Gräber einweiht. Gleichzeitig sucht sie übers Internet eine neue Frau für ihren Mann, dem sie ihre Krankheit bisher verschwiegen hat.

Theater in Baden - Baden

Das soll ausgerechnet ihre behandelnde Ärztin werden? Und wie soll das passen: der lebensfremde Philosoph und die rationale Neurochirurgin? Von Anfang an steht eine heikle Option im Raum: Eine Operation des Tumors bei gleichzeitiger Entfernung der Amygdala könnte Nina vielleicht retten, und ihr die in der Amygdala lokalisierte Angst nehmen. Aber ist der Mensch noch Mensch, ohne die Fähigkeit zur Angst?

Schauspiel Baden - Baden

Die Entfernung der Amygdala ist eine „komische Tragödie“. Mit Sprachwitz und feinem Gespür für die Grenzen von Realismus und Groteske reflektiert der Karlsruher Autor Markus Orths die Angst vor dem Sterben und den gesellschaftlichen Umgang mit Tod. Der Gewinner des Stückwettbewerbs zum 150jährigen Jubiläum des Theaters Baden-Baden verfasst Die Entfernung der Amygdala als Auftragswerk.

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