19.04.2015 08:00 von Alfred Döblin

Theater in Baden-Baden: BERLIN ALEXANDERPLATZ - Franz Biberkopf will „anständig“ werden

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Simultanszenen, assoziative Gedankenketten und eine soghafte Konstruktion der Ereignisse bilden das vielstimmige Panorama dieses bedeutenden deutschen Großstadtromans; Alle Fotos: (c) Jochen Klenk

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Von: GFDK - Theater Baden-Baden

Als Franz Biberkopf aus dem Zuchthaus entlassen wird, hat er einen großen Vorsatz: Er will „anständig“ werden.

Theater in Baden-Baden

Aber „verflucht ist der Mensch, der sich auf den Menschen verlässt“ – sein neuer Freund Reinhold ist ein skrupelloser Verbrecher, und so lässt sich Franz in eine Kette von Abhängigkeiten, Zuhälterei und dunkle Geschäfte verwi-ckeln. Erst ganz am Ende des Romans vermag er seinen eigenen Weg im Großstadt-dschungel und im Leben zu finden. Simultanszenen, assoziative Gedankenketten und eine soghafte Konstruktion der Ereignisse bilden das vielstimmige Panorama dieses bedeutenden deutschen Großstadtromans. 

Alfred Döblin schrieb BERLIN ALEXANDERPLATZ 1929 noch in Berlin, bevor ihn die politischen Ereignisse auf seine große Lebenswanderschaft führten: in die Schweiz, nach Frankreich, Portugal und in die USA. Als einer der ersten Exilheimkehrer und mittlerweile französischer Staatsangehöriger verbrachte er auch einige Jahre in Baden-Baden. Gernot Plass bringt nach Frischs HOMO FABER seine zweite Nachdichtung eines großen Prosawerks auf die Bühne des Theaters Baden-Baden.

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