05.03.2015 09:00 Lars von Trier

Theater in Aachen: Manderlay - ein provozierender Blick auf »die Verhältnisse«

Manderlay aachen

Auf einer Reise steht die junge Grace plötzlich vor den Toren Manderlays, einer amerikanischen Sklavenfarm; © Wil van Iersel

Manderlay schauspieltheater aachen
Von: GFDK - Theater Aachen

»Auf Manderlay haben die Sklaven immer um sieben Uhr Abendbrot gegessen. Wann essen die Leute Abendbrot, wenn sie frei sind«? – »Sie essen, wenn sie Hunger haben«.

Theater in Aachen

Auf einer Reise steht die junge Grace plötzlich vor den Toren Manderlays, einer amerikanischen Sklavenfarm. Sie verschafft sich Zutritt und motiviert die Bewohner nach dem Tod der Plantagenbesitzerin zu selbständigem Handeln: Es soll in Eigenregie gesät und geerntet, über alles soll gemeinsam entschieden werden. Als eine Art »heilige Johanna der Baumwollfelder« kämpft Grace unermüdlich – und vergeblich – gegen Lethargie, Misstrauen, Hilflosigkeit und den eigenen Rassismus.

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Wie Bertolt Brecht in seinen besten Zeiten wirft Lars von Trier einen provozierenden Blick auf »die Verhältnisse«.