22.04.2012 07:16 Versuchsanordnung für vier Tänzer und eine Akkordeonistin

The Edge (UA) - Ein Projekt von Angelika Meindl in München - vier Tänzer und eine Akkordeonistin (Stefanie Schumacher) agieren in völliger Dunkelheit

Foto: (c)Thomas Mahnecke

Von: Christiane Pfau

Angelika Meindl (Choreographie) und Helga Pogatschar (Komposition) hebeln die räumliche Sicherheit aus und werfen das Publikum auf seine Wahrnehmungsfähigkeit zurück.

Als fester Bestandteil der Münchner Tanzszene schafft Angelika Meindl mit ihrer Company ArtGenosseN seit den 90er Jahren Welten aus kraftvollen Körperexpressionen. Sie katapultiert den Zuschauer in eine Welt aus verschollenen Träumen und Ängsten, Zukunftsvisionen oder Gegenwartsbildern.

Tanz, der als universelle Sprache die sinnliche Wahrnehmung des Zuschauers direkt und ohne Umwege anspricht. Ihrer Zeit weit voraus, beschäftigte sie sich bereits seit den 90er Jahren mit den heute gängigen Fragen nach dem Realen und Irrealen, der aufgesplitteten Realität und dem individuellen Zeitempfinden (wie z.B. „Parallelwelt“ 1989, „Zeitriss“ 1990, „Realisten“1991/92, „ Rasender Stillstand“ „Zeitsprünge 1998“, „Die Eroberung des Körpers“ 2004.) 

Mit ihren neuen Projekten macht sie bislang theoretische choreographische Ideen von Raum und Zeit physisch und sinnlich erfahrbar. Mit einer unverwechselbaren Tanzsprache stellt sie abstrakte, grundlegende Themen des menschlichen Befindens in den Mittelpunkt ihrer Choreographien.

Performance ist für Angelika Meindl Aktion zwischen Bühne, Darstellern und Zuschauern, deren Grenzen sich auflösen und eine neue Einheit ergeben.

The EdgeUm eine Transformation, eine Art von „Verwandlung“, zu erreichen, bedarf es eines „Schwellenerlebnisses“, einer Grenzerfahrung, die neue Bewusstseinsebenen öffnen kann. The Edge spielt über große Strecken im Dunkeln. Die räumliche Sicherheit wird ausgeschaltet, der Zuschauer befindet sich, zurückgeworfen auf seine sinnliche Wahrnehmungsfähigkeit, inmitten des Geschehens.

Ein Raum entsteht in der Wahrnehmung des Zuschauers, den es physisch so vielleicht überhaupt nicht gibt. Über Laserscreens, Infrarotkameras und verspiegelte Projektionsflächen eröffnen sich ständig neue sinnliche Konstellationen.

Das ritualisierte Theaterverhältnis zwischen Publikum und Akteuren löst sich in The Edge auf. Das Publikum wird durch Stationen geleitet, an denen es unterschiedlichen Reizen ausgesetzt ist.

27.-29. April 2012, Muffatwerk München

20:30 Uhr

Christiane Pfau

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