08.10.2011 07:02 Aus seinen Reisenotizen

Schauspiel Leipzig: Die WildeWeiteWeltSchau (UA) - von und mit Rainald Grebe am 13.10.2011

Von: Johannes Kirsten

Ich hab Heu gemacht in Kasachstan
Ich war in Mexico City
Ich war Schneeschippen auf dem Kilimandscharo
Ich hab Zebras zugeritten
Und jetzt was soll ich sagen
Was soll ich sagen?
Ich hab mich gut erholt
Lonely Planet ...

Den Lonely Planet in der Tasche, ist Rainald Grebe für sein neues Projekt am Leipziger Centraltheater auf Reisen gegangen. Afrika, Asien, Grönland, Paraguay – und immer wieder Deutschland, immer auf der Suche nach … ja, wonach eigentlich? Wem begegnet man auf Reisen? Und wie erzählt man davon? Vielleicht war Grebe gar nicht weg. Vielleicht hat er sich alles nur ergoogelt, hat in Phnom Penh nur per Street View rückwärts eingeparkt! Kopfreisen, Zeitreisen, reale Reisen vermischen sich …

Man bereist das ehemalige Deutsch-Ostafrika und fällt mit seiner Mastercard vollautomatisch in koloniale Muster zurück. Stromausfall und Dauerhitze lassen jedes Nachdenken über Kunst und Wellness im Alten Europa verblassen. Was bleibt von Nietzsche, Faust und unseren schönen Fahrradwegen, wenn die Klamotten am Körper kleben, das Essen noch lebt und die Fähre zu sinken droht? Die Leipziger Tourismusmesse wird zur Völkerschau, zur WILDEWEITEWELTSCHAU.

Auf dem Schreibtisch explodiert der Leuchtglobus. Aus seinen Reisenotizen hat Rainald Grebe einen Abend gesampelt – mit Liedern, Tänzen, Dias und wilden Tieren.

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