Die letzten Tage Sigmund Freuds gleichen einer alptraumhaften Farce. Beim müde gewordenen Professor in seinem Londoner Exil erscheint eine ihm unbekannte junge Frau, die ihn unerbittlich zur Rede stellt, seine Theorien hinterfragt und noch dazu ständig nackt durch sein Zimmer rennt! Und Salvador Dali, der es sich Freuds Abstellkammer bequem gemacht hat und sich einfach nicht davon abhalten lässt, Freud immer und immer wieder seine maßlose Bewunderung auszudrücken. Und der Freund und Arzt Abraham Yahuda, der mit seinen Morphiumspritzen die Grenzen der Realität sprengt. Reiner Surrealismus? Oder rächen sich doch zuletzt Freuds Thesen und Theorien? Und wie kriegt man diesen Dali endlich aus der Abstellkammer? In diesem 1993 geschriebenen Stück verschmelzen Realität und Traum im wahrhaft freudianischen Sinne. 2004 inszenierte John Malkovich, der 1999 auch die amerikanische Uraufführung am Steppenwolf Theatre in Chicago besorgte, das Stück in Barcelona.
„Eines der unterhaltsamsten und brilliantesten Stücke seid Jahren: Wild, bizarre und komisch, ernsthaft, leidenschaftlich und schockierend, intellektuell und frivol, eine reale Phantasie und gleichzeitig eine verschrobene Farce und ein schwarzhumoriger Albtraum.“ (Sunday Times)
Fritz Rémond Theater im Zoo in Frankfurt. Infos: www.fritzremond.de vom 23.4. bis 24.5.2009
Mit: Monica Anna Cammerlander, Maximilian Achatz, Carl Achleitner, Willy Höller
Regie: Rüdiger Hentzschel
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