02.03.2013 09:08 Puccinis Oper "Turandot" auf den Domstufen

Erfurt im Kulturrausch - Die 20 DomStufen-Festspiele in Erfurt versprechen uns beste Unterhaltung

Die 20 DomStufen-Festspiele in Erfurt 2013 Foto: thueringen-tourismus.de

Die 20 DomStufen-Festspiele in Erfurt 2013 Foto: thueringen-tourismus.de

Von: GFDK - Theater Erfurt

Seit 1994 gibt es dieses besondere Freiluftspektakel, bringt das Theater Erfurt in jedem Jahr ein neues Stück auf den Domplatz und damit vor die beeindruckende 700 Jahre alte Kulisse von Mariendom und St. Severi Kirche. Der sommerliche Veranstaltungshöhepunkt ließ bereits mehrere Hunderttausend Besucher zur wohl schönsten Open-Air-Bühne Thüringens pilgern, längst kommen die Gäste nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus vielen anderen europäischen Ländern sowie aus den USA, China oder Australien.

Mit der Oper Turandot von Giacomo Puccini zeigt das Theater Erfurt 2013 die mittlerweile 20. Produktion für die DomStufen-Festspiele.

Der Kartenvorverkauf läuft bereits!

Puccinis Oper "Turandot" auf den Domstufen

Die 70 Domstufen in Erfurt werden jeden Sommer zur spektakulären Open-Air-Kulisse: Bei den DomStufen-Festspielen bilden der Mariendom und die St. Severikirche das einmalige Bühnenbild, und das Ensemble des Erfurter Theaters gibt alles, um den Abend für die Zuschauer zum unvergesslichen Erlebnis zu machen.

2013 wird Puccinis Oper "Turandot" inszeniert. Das Stück erzählt von der chinesischen Königstochter Turandot, die alle Männer hasst und sich niemals einem von ihnen hingeben will, um so das an ihrer Ahnfrau Lo-uling begangene Unrecht zu rächen. Allen Prinzen, die um ihre Hand anhalten, stellt sie daher drei unlösbare Rätsel.

Da keiner der Bewerber die richtigen Antworten weiß, werden sie ausnahmslos dem Henker überantwortet. Gegen besseres Wissen und die Warnungen seines Vaters Timur und der Sklavin Liù wagt es der junge Prinz Kalaf, sich als Brautwerber zu präsentieren. Als er wie durch ein Wunder die richtigen Antworten nennt, ist Turandot außer sich ...

Oper in drei Akten
Text von Giuseppe Adami und Renato Simoni
UA Mailand 1826

Die chinesische Königstochter Turandot hasst alle Männer und will sich niemals einem von ihnen hingeben, um so das an ihrer Ahnfrau Lo-uling begangene Unrecht zu rächen. Allen Prinzen, die um ihre Hand anhalten, stellt sie daher drei unlösbare Rätsel. Da keiner der Bewerber die richtigen Antworten weiß, werden sie ausnahmslos dem Henker überantwortet. Gegen besseres Wissen und die Warnungen seines Vaters Timur und der Sklavin Liù wagt es der junge Prinz Kalaf, sich als Brautwerber zu präsentieren.

Als er wie durch ein Wunder die richtigen Antworten nennt, ist Turandot außer sich. Kalaf aber ist bereit, sie von ihrem Eid zu entbinden, wenn sie ihrerseits bis zum Morgengrauen seinen Namen erraten hat. Auf Befehl Turandots wird nun im ganzen Land nach dem Namen geforscht. Liù behauptet, als einzige den Namen zu kennen. Als sie ihn unter Androhung der Folter preisgeben soll, erdolcht sie sich. Turandot, von der Liebe und Größe Liùs beeindruckt, will noch immer nicht von ihrer Haltung abrücken. Nun ist es an Kalaf selbst, das Geheimnis seiner Identität zu lüften und der Liebe zum Sieg über den Tod zu verhelfen.


Über vier Jahre, von 1920 bis zu seinem Tod arbeitete Giacomo Puccini an seinem letzten Bühnenwerk. Bei einem Treffen mit den Schriftstellern Adami und Simoni im Frühjahr 1920 wurde er auf den Turandot-Stoff aufmerksam. Allerdings wählte er nicht die originale Tragikomödie Carlo Gozzis von 1762 zur Vorlage des Librettos, sondern Friedrich Schillers Bearbeitung Turandot, Prinzessin von China (1802), in der italienischen Übersetzung des Poeten Andrea Maffei aus dem Jahr 1857.

Puccini entfaltet in Turandot eine bis dahin nicht gekannte exotische Farbigkeit im Orchester – auch unter Verwendung originaler chinesischer Melodien –, die ebenso die Pracht des alten chinesischen Kaiserreichs wie die kalte Grausamkeit der Protagonistin einfängt. Die „markante, schöne, ungewöhnliche Melodie“ für das geplante Schlussduett zwischen Turandot und Kalaf jedoch fand er nicht mehr, er starb über der Arbeit am 29. November 1924, Turandot blieb ein Torso und erlebte posthum im April 1926 an der Mailänder Scala die triumphale Uraufführung, am Pult stand Arturo Toscanini.

Die Oper zu vollenden, die Wandlung der Titelfigur vom eisigen Todesengel zu einer liebenden Frau glaubhaft darzustellen, das war Puccini nicht mehr vergönnt. Doch wurde Turandot, in den Worten des großen Opernforschers Ulrich Schreiber, „trotz des unvollendeten Zustandst nicht nur zu einem Meisterwerk […], sondern auch zu Puccinis triftigster Antwort auf Nietzsches rhetorische Frage: ‚Sind die Liebe und der Tod nicht Geschwister?‘“

Musikalische Leitung Samuel Bächli
Inszenierung Marc Adam
Bühne Hsiu Chin Tsai
Kostüme Pierre Albert

Premiere Do, 4. Juli 2013, 20.30 Uhr

Weitere Aufführungen
 
Fr., 05.07. l  Sa., 06.07. l  So., 07.07. l  Di., 09.07. l  Mi., 10.07. l  Do., 11.07. l  Fr., 12.07. l 
Sa., 13.07. l  So., 14.07. l  Mi., 17.07. l  Do., 18.07. l  Fr., 19.07. l  Sa., 20.07. l So., 21.07.2013,
jeweils 20.30 Uhr

DomStufen-Festspiele Erfurt (04.-21.07.2013)

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