01.09.2012 07:56 HARLEM NIGHTS im Orange Peel

Ein neues Highlight in Frankfurt: Live-Swing-Musik, Burlesque und mehr am 7.9. und 3.11.2012

Von: Ulrike Bellmann

Das ist das nicht mehr neue Konzept der Harlem Nights, die seit August 2011 regelmäßig im Orange Peel stattfinden. Jeder kennt den Film Cotton Club. Daran schließen die Harlem Nights an. Es gibt hochkarätige Live-Musik. Die Bands wechseln mit jeder Veranstaltung und repräsentieren Swing-Jazz auf hohem Niveau.


Swing-Musik ist von der Abstammung her Tanzmusik. In den großen Ballsälen in Harlem, New York haben die besten Bigbands für die besten Tänzer gespielt. Malcom X war im Savoy Ballroom und hat die Whiteys Lindy Hopper bewundert. Daher tauchen diese auch in seiner Biographie auf. Malcom X war selber Lindy Hopper, d. h. Swingtänzer. Lindy Hop wird der Swing-Tanz genannt, der zur Swing-Musik getanzt wird. Benannt worden sein soll er nach „Shorty“ George Snowden, der nach dem Flug von Charles Lindburgh über den Atlantik
gefragt worden sein soll, was der denn tanze. Er antwortet, Lindy’s Hop. Denn er hatte kurz vorher die Schlagzeile an diesem Tag gelesen: „Lindy hops the Atlantic“. Charles Lindbergh hatte es geschafft, über den Atlantic zu fliegen. Das wurde gebührend in den Staaten gefeiert und dabei wurde Lindy Hop getanzt.


Lindy Hop ist der Tanz, der in den Staaten erfunden wurde und von den Farbigen stammte. Wie bereits beim Step-Tanz versuchte man mit den Füßen den Rhythmus zu der Musik zu tanzen. Er ist auch der Tanz, bei dem die ersten Luftschritte (Aerials) – heute würden wir es wohl eher als Überschläge bezeichnen – getanzt wurden. Frankie Manning soll der erste gewesen sein. Frankie Manning war auch derjenige, der unglaubliche Tanzszenen choreographiert hat. So ist den Kinofreunden oftmals die Tanzszene aus „In der Hölle ist der Teufel los“ (Hellzapoppin’) mit den Hausangestellten bekannt. Diese ist von Frankie Manning
choreographiert und er tanzt selber mit. Slim und Slam sind für die Musik verantwortlich.


Aber den Swingtanz gibt es nicht nur als Showtanz. Lindy Hop ist ein Paartanz und dazu ein Improvisationstanz. Es gibt keine falschen Schritte, sondern nur neue und der Spaß steht eindeutig im Vordergrund. Das ist heute so wie damals.
Damals haben die Musiker das Wechselspiel zwischen der Band und den Tänzern geliebt. Ella Fitzgerald hat sich im Savoy Ballroom immer einen der besten Tänzer geschnappt, um mit ihm zu tanzen. Aber auch musikalisch gab es das Wechselspiel. Auch das kann man heute noch erleben. Es ist einfach anders, zur Live-Musik zu tanzen und zu sehen, wie das, was gerade von der Band gespielt wird, sich auf der Tanzfläche wiederfindet.


HARLEM NIGHTS lässt die legendäre Zeit der Ballrooms in Harlem, New York
wiederauferstehen. Musikalisch zwischen mitreißendem Swing, treibendem Jump Blues, aufreibendem Blues und frühem Rhythm & Blues holt HARLEM NIGHTS die besten Handelsreisenden der swingenden Grooves nach Frankfurt in den Orange Peel. Jeweils mit Bands, die den Swing der legendären Tage in die heutige Zeit transportieren.


Unterstützt werden die Bands durch deutschlandweit bekannte Swing-DJ’s
Daneben gibt es das Highlight der Burlesque- und anderen Tanz-Darbietungen, die so in Frankfurt bisher einmalig sind. Bekannte und weniger bekannte Burlesque-Damen bieten Burlesque im klassischen Stil. Auf das „TEASEN“ kommt es an. Wer den Film „Burlesque“ gesehen hat, weiß, dass es nicht ums Ausziehen geht, sondern um die Kunst sich tänzerisch verführerisch zu bewegen. Das kommt auch bei dem weiblichen Publikum gut an. Auch dies ist ein Tanz aus den 20er bis 30er Jahren.


Tanzen – wie es das Herz begehrt – ist bei der Harlem Nights ausdrücklich erwünscht.
Wer den Cotton Club schon jetzt fühlt, kann seine Kleidung gerne dem Anlass anpassen. Denn unser Motto ist immer „Dress to impress“.
Mit diesem Konzept passt die Harlem Night gut in das in der Kaiserstraße befindliche Orange Peel, welches von Jesse Kaya und Mehran Alvani betrieben wird. Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung von Birgit Schaarschmidt und Friedhart Riedel. Birgit Schaarschmidt hat den Swing-Tanz wieder nach Frankfurt geholt. Inzwischen gibt es einige regelmäßige Veranstaltungen im Frankfurter Raum, bei denen der Swing und das Tanzen im Vordergrund stehen.


Im September freuen wir uns auf die „PINKSPOTS und der HutKlub“ (www.pinkspots.de ). Diese 7-köpfige Combo bringt das unbeschwerte Lebensgefühl des Swing auf die Bühne. Ihre unverbrauchte Spielfreude schafft einen einzigartigen Sound bei dem moderne Arrangements auf traditionellen französischen Zigeuner-Swing treffen.


Des Weiteren gibt es ab 21.00 Uhr eine halbstündige Tanzeinführung, um die ersten
Schritte zu erlernen.
Ort: Orange Peel in der Kaiserstraße 39 in FFM (http://www.orange-peel.de/ ) ab 21.00 Uhr bis die Sohlen qualmen, Band ab 22.00 Uhr
Tanzeinführung direkt um 21.00 Uhr für ca. eine halbe Stunde (im Eintrittspreis inbegriffen) Eintritt 15 Euro



 

07.09.2012
Einlass ab 21.00 Uhr
Band ab 22.00 Uhr
HARLEM NIGHTS
im Orange Peel

-> live on Stage: Pinkspots & der Hutklub
-> Special Guest DJ: Janeck Altschuler (ELEKTROSWING)
-> mit Burlesque-Showeinlage(n) und anderen tollen Überraschungen
-> 21.00 Uhr kleine kostenfreie Swingtanz-Einführung
-> Tanzen erlaubt, zu schauen und zu hören auch

Next Ballroom: 3.11. Orange Peel, Band wird noch bekannt gegeben.