12.03.2018 13:40 Der Spielplan im April 2018 am Residenztheater

Die Existenz von Krieg und Frieden und struktureller Sexismus am Resi

Der Spielplan für April 2018 am Residenztheater in Muenchen ist nicht zum Gaehnen findet auch unser Redaktions Mops Adele

Der Spielplan für April 2018 am Residenztheater in München ist nicht zum Gähnen, findet auch unser Redaktions Mops Adele. Foto: GFDK

Von: GFDK - Theater und Premieren

Am 22. April feiert das neue Stück von Ayad Akhtar "Junk" in der Regie von Tina Lanik im Residenztheater Premiere. Der Wirtschaftskrimi spielt in der freak economy der Achtziger Jahre, als das Geld seine letzten Bindungen an die Realität verlor und endgültig seinen illusionären Charakter offenbarte.

Das internationale Projekt "Sag mir, wo die Blumen sind" des JUNGEN RESI mit Schülern des Lycée Ozanam Lille, der Bayhouse School Gosport und des Werdenfels-Gymnasiums Garmisch-Partenkirchen feiert am 19. April im Marstall Premiere.

Karten erhalten Sie an der Tageskasse am Marstallplatz 5, online unter www.residenztheater.de sowie telefonisch unter 089 2185 1940.

Folgende Höhepunkte unseres Spielplans sollten Sie im April auf keinen Fall verpassen:

Tina Lanik inszeniert im Resi den von Ayad Akhtar rasant erzählten Wirtschaftskrimi um den Investment-Banker Robert Merkin im "goldenen Zeitalter der Schulden". "Junk" feiert am 22. April im Resi Premiere und zeigt den Abwehrkampf eines Stahl-Unternehmers gegen eine Übernahme und gleichzeitig den Jäger als Gejagten, dem die Staatsanwaltschaft bereits im Nacken sitzt.

Ausgehend vom Ersten Weltkrieg untersuchen Schüler aus Lille, Frankreich, Gosport, England und Garmisch-Partenkirchen bei "Sag mir, wo die Blumen sind" des JUNGEN RESI ab 19. April im Marstall die Existenz von Krieg und Frieden in den Zeiten eines modernen Europas.

Nach Projektphasen in allen drei Ländern und Recherchen zu einem Jahrhundert voller Konflikte, fragen sie sich, in welcher Welt sie leben möchten und was sie dafür zu tun bereit sind.

Der Schnipseljongleur Jürgen Kuttner tritt am 17. April im Marstall mit "Kuttner erklärt die Welt" zur ultimativen Imagekorrektur Amerikas an: Staffel 2, Folge 4 "I wanna be Americano"

Die vierte Folge von "Die Marquis Posas müssen gelüftet werden" widmet sich in Lesung und Kommentar Hugo Balls "Kritik der deutschen Intelligenz". Bei der Demokratie-Lesereihe in Kooperation mit der Deutschen Philologie der LMU München lesen Ensemblemitglieder Balls Forderung nach einer "streitenden Demokratie".

Bei der Diskussionsreihe "Normalität und Schrecken" in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung diskutieren am 28. April die Kulturwissenschaftlerin und Journalistin Mithu M. Sanyal und Thomas Oberender, Leiter der Berliner Festspiele, in der schönen Aussicht über die Lücke zwischen den Geschlechtern, strukturellen Sexismus und die Produktionsbedingungen von Kunst.

Im April verabschieden wir uns von gefeierten Inszenierungen: Oliver Frljićs Auslöschung seines Selbst in "Balkan macht frei" erleben Sie am 13. April zum letzten Mal im Marstall, Thomas Loibl in der Titelrolle des "Iwanow" in Martin Kušejs Tschechow-Inszenierung am 15. April und "König Ödipus" von Sophokles am 20. April zum letzten Mal im Resi.

Gleich an zwei Abenden hintereinander steht der Deutschen liebster Alter-Ego "Faust" in Martin Kušejs Inszenierung mit Bibiana Beglau als Mephisto am 29. + 30. April auf dem Spielplan.

Ein neuer, voller Theatermonat will entdeckt werden: Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen im Resi.