19.05.2012 14:49 Samstag, den 19.05.2012, 20.00 Uhr

Co-Opera – Opera on the Move - Die Hochzeit des Figaro - Wenn die Menschen nicht zur Oper kommen können, kommt die Oper eben zu ihnen!

Die Hochzeit des Figaro Australien zu Gast am Staatstheater Wiesbaden (c)Martin Kaufhold

Von: Lucia Zimmermann - 8 Bilder von Martin Kaufhold

Oper im australischen Outback? Und ob!
Die Co-Opera tourt seit Jahren sehr erfolgreich mit ausgefallenen Operninszenierungen durch die entlegensten Teile Australiens. Bereits 2009 war die Truppe bei den Internationalen Maifestspielen zu Gast und begeisterte mit ‚Die Zauberflöte‘ im Schlachthof.

Jetzt kehrt die Co-Opera mit ihrer Version von Mozarts ‚Die Hochzeit des Figaro‘ nach Wiesbaden zurück und macht die Oper zum Open-Air-Erlebnis der besonderen Art.

Die Co-Opera wurde 1990 mit dem ausdrücklichen Ziel gegründet, Oper in neuer und einfallsreicher Form einem Publikum zu zeigen, das nicht ohne Weiteres die Möglichkeit hat, sich eine Oper in einem Theater um die Ecke anzuschauen. Wenn die Menschen nicht zur Oper kommen können, kommt die Oper eben zu ihnen!

Um dieses Ziel zu erreichen, erarbeitet die Co-Opera seit über 20 Jahren bekannte Repertoire-Werke unter ungewöhnlichen Rahmenbedingungen und präsentiert neue Kompositionen in publikumsnahen Inszenierungen, nicht nur in Australien, sondern auch in Europa und Asien.

Die Kompanie, die im Royal Adelaide Showground residiert, geht dafür an ungewöhnliche Orte wie Hallen, Säle, Weingüter und spielt Open-Air-Veranstaltungen. Die Not wird zur Tugend, und das Ergebnis sind frische und unkonventionelle Aufführungen in der Tradition der Volks- oder Wandertheater, die das Maximum an Vergnügen eines Opernerlebnisses bieten.

Für die ausgedehnte Outback-Tournee im Jahr 2010/11, bei der die Co-Opera über 30.000 km zurücklegte, und die daran anschließende Europa-Tournee 2012 entschied sich die Truppe für die Mozart-Oper ,Die Hochzeit des Figaro‘, ein Stück, das im deutschsprachigen Raum schon im späten 19. Jahrhundert oft von Wandertruppen präsentiert wurde.

Die Oper stellt eine besondere Herausforderung für die jungen Künstler dar, der sie sich mit großem Engagement gewidmet haben. Tessa Bremner (Regie) und Silvana Angelakis (Ausstattung) haben mit dieser Arbeit eines der schönsten und humorvollsten Projekte der Co-Opera auf die Beine gestellt.

,Die Hochzeit des Figaro‘ entführt uns in ein 18. Jahrhundert, das in seiner Farbigkeit, Stilistik und Gestik mehr mit uns zu tun hat, als man glauben mag. Die Musik Mozarts wird von einem kleinen Instrumental-Ensemble gespielt, das sich aus Mitgliedern der Co-Opera und des Hessischen Staatsorchesters zusammensetzt.

Die Musikalische Leitung hat Brian Chatterton, der Mitbegründer und Leiter der Co-Opera. Die Nachfrage nach dieser Produktion, die wie gemacht ist für eine Open-Air-Aufführung an einem lauschigen Maiabend, ist in Australien ungebrochen. Happy listening!

Brian Chatterton (Musikalische Leitung) ist seit der Gründung der Co-Opera im Jahr 1990 ihr Musikalischer Leiter, seit 1995 auch ihr Geschäftsführer. Er leitete nicht nur die meisten Musikprojekte der Kompanie, sondern initiierte auch Neukompositionen für das Ensemble. Seit über 30 Jahren widmet er sich der Ausbildung professioneller Bühnendarsteller.

Er studierte und lehrte in Essex, Prag, Mailand, Edmonton, London und Adelaide, war Leiter des Studiengangs Performing Arts am South Australien College of Advanced Education sowie Direktor des Elder Konservatoriums. Von 1973 bis 1978 arbeitete er als Repetitor, Chorleiter und Dirigent für die State Opera of Southern Australia.

Brian Chatterton hat mehrfach Auszeichnungen und Ehrungen für seine Künstlerischen Leistungen und sein Engagement für die Musik und die musikalische Bildung erhalten. Unter seiner Leitung gastierte die Co-Opera bereits 2009 bei den Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden und in Europa. In diesem Jahr steht die zweite Europa-Tournee mit ,Die Hochzeit des Figaro‘ an.

Tessa Bremner (Inszenierung) ist Gründungsmitglied der Co-Opera, für die sie bereits mehrere Projekte inszeniert hat, so ‚I pagliacci‘, ‚Die Zauberflöte‘, ‚La Bohème‘, ‚Carmen‘, ‚Madama Butterfly‘, ‚La Traviata‘, ‚A Midsummer Night’s Dream‘, ‚Tosca‘, ‚Don Giovanni‘ und ‚The Portrait‘.

Mit ihren Regiearbeiten für die Co-Opera gastierte sie in ganz Australien, in Singapur, Malaysia, Deutschland und der Schweiz. Ihre Inszenierung von ‚Die Zauberflöte‘, die bei den Maifestspielen 2009 auch im Wiesbadener Schlachthof zu sehen war, gewann den Business SA Export Arts and Entertainment Award 2009 und war in der Endausscheidung der National Awards.

Tessa Bremner studierte Pädagogik, unterrichtete angehende Opernsänger in England und Europa und war in Canberra als ‚Künstlerin des Jahres‘ nominiert. In Canberra erhielt sie auch den Critics Circle Award für ihre Produktion von ‚Amadeus‘.

Sie inszenierte und choreografierte für größere Opern- und Theaterkompanien in Australien und trat selbst in experimentellen Musiktheater-Projekten auf. Sie ist auch als Autorin und Dramaturgin tätig.

Open Air - Bitte passen Sie Ihre Kleidung der Witterung an!

Commedia per musica von Wolfgang Amadeus Mozart

Libretto von Lorenzo Da Ponte

nach der Komödie ‚La Folle journée ou Le mariage de Figaro‘ von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais

In englischer Sprache

Premiere: 4. März 2010, Town Hall Casterton

Samstag, den 19.05.2012, 20.00 Uhr

Kurpark Wiesbaden

Aufführungsdauer: 2 Stunden 45 Minuten, eine Pause

Musikalische Leitung Brian Chatterton
Inszenierung Tessa Bremner
Bühne / Kostüme Silvana Angelakis
Licht Joel Beclu
Pianistin / Vocal Coach Julie Sargeant
Mit:
Figaro Nicholas Cannon
Susanna Karen Fitz-Gibbon
Graf Almaviva Jeremy Tatchell
Gräfin Almaviva Sara Lambert
Cherubino Kate Bright
Marcellina Lynette Harris
Basilio / Don Curzio Gerard Schneider
Doktor Bartolo Andrea Carcassi
Antonio James Moffatt
Barbarina Sarah Jane Pattichis
Blumenmädchen Lisa Cannizzaro
 
  Instrumentalgruppe der Co-Opera
  Mitglieder der Wiesbadener Musik- und Kunstschule

Der Geist des Wiener Volkstheaters, dem die ‚Zauberflöte‘ so nahe steht, könnte im australischen Outback durchaus lebendiger sein als hierzulande.

Wiesbadener Kurier

Kasse im Großen Haus
Telefon: 0611 / 132 325
Fax: 0611 / 132 367

Kassenstunden
Montag - Freitag 10.00-19.30 Uhr
Samstag 10.00-14.00 Uhr
Sonntag und Feiertag 11.00-13.00 Uhr
Abendkasse jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.
www.staatstheater-wiesbaden.de
vorverkauf@remove-this.staatstheater-wiesbaden.de