08.09.2012 10:58 kraft der Musik und der Gesangsstimme

Aida, der Inbegriff von ‚Oper‘ schlechthin - Große Leidenschaften am Staatstheater Wiesbaden

Aida in Wiesbaden Fotos: GFDK/(c)Martin Kaufhold

Von: Lucia Zimmermann - 17 Bilder

‚Aida‘ nimmt unter den Opern Giuseppe Verdis in vielerlei Hinsicht eine besondere Stellung ein. Sie ist nicht nur zu Verdis berühmtestem Werk geworden, sondern auch zum Inbegriff von ‚Oper‘ schlechthin: Figuren, Konflikte, Leidenschaften, Schauplätze – das alles entsteht kraft der Musik und der Gesangsstimme.

Während nahezu alle anderen Opern Verdis ihre Idee und Gestaltung großen literarischen Werken verdanken, beruht die Handlung von ‚Aida‘ auf dem Szenenentwurf von Auguste Mariette, eines einflussreichen Ägyptologen im Dienste des Khediven Ismail Pascha. Für sein 1869 eröffnetes Opernhaus in Kairo wollte der Khedive um jeden Preis ein neues Werk des größten Komponisten der Zeit: Giuseppe Verdi.

Der nahm nach langem Zögern das ungewöhnliche Angebot an und damit die Gelegenheit wahr, eine Oper allein nach musikdramatischer Idee und Wirkung zu gestalten. Das Ägypten, in das uns Giuseppe Verdi entführt, ist eine Welt der Rituale, der strengen Regeln und der starken Emotionen.

Der siegreiche Feldherr Radames wurde für die Pharaonentochter Amneris bestimmt, doch keine Macht der Welt kann ihn von seiner Liebe zur äthiopischen Sklavin Aida abbringen. Keine andere Oper Verdis endet so tragisch und doch mit einem so vollständigen Sieg der Liebe wie ‚Aida‘ .

Als Aida stellt sich die renommierte ungarische Sopranistin Eszter Sümegi erstmals in Wiesbaden vor. Der Tenor Rubens Pelizzari kehrt als Radames ans Staatstheater zurück, ebenso wie Kiril Manolov in der Rolle von Aidas Vater Amonasro und Andrea Baker als Amneris.

Regisseur Immo Karaman hat zusammen mit dem Choreografen Fabian Posca in Wiesbaden bereits ‚Luisa Miller‘ inszeniert. Ihre Produktion von John Adams’ ‚Doctor Atomic‘ (Saarbrücken/Helsinki) wurde 2010 für den FAUST-Theaterpreis nominiert. An der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf erarbeiten beide einen Britten-Zyklus mit ‚Peter Grimes‘, ‚Billy Budd‘ und ‚The Turn of the Screw‘. Beeindruckende Inszenierungen entstanden außerdem an der Oper Leipzig und am Staatstheater am Gärtnerplatz in München.

Musikalische LeitungZsolt Hamar
InszenierungImmo Karaman
ChoreografieFabian Posca
Bühne und KostümeOkarina Peter
 Timo Dentler
ChoreinstudierungAnton Tremmel
DramaturgieStephan Steinmetz
Mit:
Der KönigBernd Hofmann
Amneris, seine TochterAndrea Baker
Aida, äthiopische SklavinEszter Sümegi
Radamès, FeldherrRubens Pelizzari
Ramphis, OberpriesterDennis Wilgenhof
Amonasro, König von ÄthiopienKiril Manolov
Ein BoteOsvaldo Daniel Navarro Turres
Eine TempelsängerinSarah Jones
 
  Orchester, Chor, E-Chor und Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
  Doppelbesetzung in alphabetischer Reihenfolge

Übertragung des Live-Mitschnitts
Hr2 Kultur, 9.9.2012, 20.05 Uhr

Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi

Libretto von Antonio Ghislanzoni

In italienischer Sprache mit Übertiteln

Premiere

Samstag, den 08.09.2012, 19.30 Uhr

Großes Haus

Freitag, den 14.09.2012, 19.30 Uhr
Sonntag, den 23.09.2012, 19.30 UhrFreitag, den 05.10.2012, 19.30 Uhr
Donnerstag, den 18.10.2012, 19.30 Uhr
Sonntag, den 28.10.2012, 19.30 Uhr