08.07.2014 08:30 ab 5.08. erhältlich

Musik: Synthpop-Trio Faded Paper Figures legt zweite Single "Spare Me" des neuen Albums "Relics" nach

Faded Paper Figures ist ein Synthiepop-Trio

Faded Paper Figures unbändige Schaffenskraft zeigt sich in ihrem vierten Studioalbum „Relics“, das im August 2014 erscheinen wird. Es verfügt über eine großes musikalisches sowie textliches Spektrum: von epischen Synthie-Pop-Hymnen über Fragen von Leben und Tod, bis hin zur ruhigen Meditation über den Lauf der Zeit. Quelle: bangup bullet

Faded Paper Figures veroeffentlicht Single Spare Me

Single "Spare Me" © Shorthand Records

Von: GFDK - bangup bullet

Das amerikanische Synthpop-Trio „Faded Paper Figures” stellt mit „Spare Me" die nächste Sinlgeauskopplung ihres vierten Langspielers „Relics” (VÖ: 05.08) auf ihrer Bandcamp- Seite als kostenlosen Stream nebst Lyrics zur Verfügung. Der Song drückt die Verzweiflung aus, die Menschen manchmal in Beziehungen fühlen. Er beginnt ein wenig dunkel und melancholisch, doch gleichzeitig auch kühn und elegant.

Der Titel verkörpert ein Gefühl dafür, wie herzzerreißend schön unsere Beziehungen am Ende sein können, wenn auch nur für „die Hälfte der Zeit". Die analoge Aufnahme verleiht dem Musikstück einen Vintage-Effekt – es wurde fast ausschließlich über ein Korg MS-20 und ein Roland Jupiter 4 aufgenommen –, aber die Tiefe der Gitarren und Harmonien sowie die klare, starke und energische Stimme der Sängerin Heather Alden, lässt es vertraut, aktuell und voll von pulsierender Energie wirken.

Bands lösen sich normalerweise nach dem College auf. Leute ziehen weg, entwickeln sich auseinander, bekommen Arbeit. Es war gut, solange es hielt. Richtig? Aber was passiert, wenn die Musik so gut ist, die Zuhörer so hingebungsvoll sind, der Ehrgeiz, weiter zu machen, so stark ist, dass selbst die zeitraubende Tagesarbeit einen nicht davon abhalten kann?

Das ist die Geschichte von „Faded Paper Figures“ (FPF), deren berufliche Verpflichtungen sie im Grunde genommen schon sehr in Beschlag nehmen: Heather Alden arbeitet nach ihrem Abschluss an der medizinischen Schule als Ärztin, R. John Williams ist ein Vollzeit- Dozent für Englisch an der Yale Universität – er hat gerade sein erstes Buch veröffentlicht – und Kael Alden schreibt Musik für eine Produktionsfirma in Los Angeles namens „Robot Repair“. Seine Produktionen laufen mittlerweile in mehreren Hollywood-Filmen, TV-Shows, Videospielen und Werbeclips. Wie ist das alles zusammengekommen? Und wie ist es möglich, all das am Laufen zu halten?

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Kael und Heather heiraten im Jahr 2005 und ziehen kurz danach nach Irvine in Kalifornien. Dort treffen sie R. John Williams, der auch in dieser Gegend ist und an seiner Promotion der vergleichenden Literaturwissenschaft an der UC Irvine arbeitet. Heather studiert Biologie und Kael erstellt schon fleißig Musikstücke für Film- und TV-Projekte. An einem Nachmittag im Herbst 2007, auf der Suche nach Ablenkung von seiner Doktorarbeit, schlug John seinen Freunden Kael und Heather vor, gemeinsam ein paar Songs zu schreiben. Gesagt, getan. Innerhalb von drei Wochen hatten sie ein paar Lieder geschrieben, aufgenommen und auf Myspace online gestellt

Die Reaktion der Hörer war schnell und so überwältigend, dass sie weitere Motivation daraus schöpften, einen kompletten Langspieler zu veröffentlichen. So entstand das Debütwerk „Dynamo“. Das Album wurde von der New York Post als „new music must-have“ gelistet. Und National Public Radio (NPR) nennt es „clever, faszinierend ... einfach wunderschön.“ Nach einigen Shows in Südkalifornien wurde die Combo sogar bei den OC Music Awards zur „Best Electronic Band“ ernannt.

Als John promovierte und einen Job in Yale bekam und Heather fürs Medizinstudium an der University of California zugelassen wurde, stand das Trio vor der Entscheidung, entweder über gemeinsames Songwriting aus der Ferne weiter zu machen, oder sich aufzulösen. Nach dem Erfolg von „Dynamo“ und vielen weiteren im Entstehen begriffen Stücken, entschieden sie sich, ersteres zu probieren. John kaufte Homerecording- Equipment, um es mit nach Connecticut zu nehmen, während Heather und Kael nach Los Angeles zogen, wo Robot Repair ein Studio für Kael zum Arbeiten baute.

Während der nächsten drei Jahre schickte sich die Band Tracks online hin und her. Sie tauschten sich via Videochat aus, schickten sich Notizen per E-Mail zu, all das, um zwei weitere Studioalben „New Medium“ (2010) und „The Matter“ (2012) zu schreiben. Der Sound der Band war zu diesem Zeitpunkt schon zu etwas sehr Kraftvollem und Intensivem herangewachsen. Abwechselnd spärlich und episch, harmonisch und schleifend, nachdenklich und spielerisch, emanzipierten sich FPF deutlich von ihren ursprünglichen Elektro-Pop-Anfängen.

Ihre Musik schien nun überall im Umlauf zu sein: Millionen Klicks auf Spotify, LastFM, Hype Machine und Pandora; in der ABC-Serie „Greys Anatomy“, auf MTV „The Real World“, E! und „NBCSports“. Gerade als die Band ein viertes Album in Erwägung zieht, bekommen Kael und Heather ein Baby. Viele Fans fragten sich, ob FPF in der Lage wären, ihre Songwriting-Arbeit nun noch fortsetzen zu können. Aber es scheint, als ob es nichts gibt, was die Band ausbremsen könnte. Im Gegenteil: die Musik gewinnt immer mehr an Klarheit und Brillanz.

Das Ergebnis dieser unbändigen Schaffenskraft ist nun das vierte StudioalbumRelics“, das im August 2014 erscheinen wird. Es verfügt über eine großes musikalisches sowie textliches Spektrum: von epischen Synthie-Pop-Hymnen über Fragen von Leben und Tod, bis hin zur ruhigen Meditation über den Lauf der Zeit. Die Band scheint nicht nur ihre eigene unverkennbaren Sound aus elektronischen Beats, wunderbaren Gitarrenriffs und schönen Harmonien zur Vollendung geführt zu haben, sondern fährt außerdem mit voller Kraft in eine neue Welt voller Sitar- und analogen Synthieklängen und noch eindringlicherem Gesang. Was auch immer für Emotionen und unheimliche Träume der Arbeitsalltag der einzelnen Bandmitglieder mit sich bringen mag, scheint sich für ihr Musikerleben auf jeden Fall enorm bezahlt zu machen.

„Faded Paper Figures“ sind:

R. John Williams (Gesang, Gitarre), Kael Alden (Keyboard, Bass, Schlagzeug, ...) & Heather Alden (Gesang)

„Relics“ - Tracklist
bangup bullet Eberswalder Str. 5 10437 Berlin
01. Breathing 4:36
02. Wake Up Dead 3:20
03. Not the End of the World (Even As We Know It) 3:47 04. Lost Stars 4:52
05. Fellaheen 3:39
06. On the Line 4:27
07. Spare Me 4:33
08. Who Will Save Us Now 4:29
09. Horizons Fall 2:19
10. Real Lies 5:12
11. What You See 3:21
12. Forked Paths 4:22

 

 

Björn Köhler

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