08.11.2012 08:04 retro, ohne retro zu klingen

Musik Rock/Pop: Neues Album der Delilahs "Greetings From Gardentown" - Sounds der großen Rockmusik-Zeit ins Heute transportiert

Musik Rock/Pop: Neues Album der Delilahs "Greetings From Gardentown" - Sounds der großen Rockmusik-Zeit ins Heute transportiert

Bild 1: Delilahs Quelle: Schreyer Kommunikation

Bild 2: Album "Greetings from Gardentown" © Jazzhaus Records

Von: GFDK - Fabian Schreyer - 2 Bilder

Echt, ungekünstelt, rotzig, frech, charmant, vielseitig und mit viel Drive ausgestattet: Die Delilahs lassen mit "Greetings From Gardentown" aufhorchen. Das neue Album ist eine gitarrenlastige Hommage an ihre Heimatstadt Zug mit lauten und leisen, ironischen, witzigen und bissigen Untertönen. Die 2×2-Ladies/Männertruppe aus der Schweiz beweist mit ihrem Zweitling, dass man die Sounds aus der großen Zeit der Rockmusik problemlos in die Gegenwart transportieren kann, ohne angestrengt retro zu klingen.

Die Vorgeschichte der Delilahs? Für die Gegenwart uninteressant, Nostalgiker und Rock-Historiker dürfen gerne googlen, um mehr über die euphorischen Momente, Sorgen und Nöte des einstigen Frauen-Trios zu erfahren. Was für die aktuelle Quartettbesetzung zählt, die längst aus zwei Frauen und zwei Männern besteht (Muriel Rhyner, Isabella Eder, Daniel Fischer, Philipp Rhyner), ist das Hier und Jetzt. Aus der einstigen, von den Medien stilisierten Girlgroup ist längst eine Rockband geworden, die gut 300 Konzerte auf dem Buckel hat und darauf brennt, ihre neuen Songs live zu performen.

Bereits ihre Debüt-CD "Delilahs" hat der gleichnamigen Formation in der Schweiz eine Wagenladung hervorragender Kritiken eingebracht. Ein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, war diese Tatsache jedoch nicht. Anfang des Jahres 2012 konnten die vier in der Heimat mit "Greetings From Gardentown" an den Erfolg des Erstlings anknüpfen. Das aktuelle Album zeugt von der wohldosierten Weiterentwicklung der Gruppe, die auch der dortigen Presse nicht entgangen ist: "In manchen Songs sind sie noch immer zu hören, der Furor und die galoppierende Unbekümmertheit der Anfangszeit. Und dort, wo dieses Konglomerat sich mit ohrwurmigen Refrains vermengt, da zeigt sich das ganze Potenzial dieser Band" (Tagesanzeiger).

Im Herbst 2012 erobern die Delilahs nun Deutschland und beweisen, dass "gute Indieklänge nicht immer von Inseln oder aus Übersee kommen müssen" (metal.de).

Vorbote für das neue Album war die Single "Melting Gaze" sein, die samt Videoclip knapp zwei Wochen vor Veröffentlichung des Longplayers erschienen ist. Ohne Druck haben Muriel Rhyner & Co. auf "Greetings From Gardentown" einen Sound entwickelt, der sich an ihren großen Vorbildern aus den 70er und 80er Jahren anlehnt, ohne in irgendeiner Form wie eine billige Kopie zu klingen. "Wir sind retro, ohne aber retro zu klingen", wie Muriel Rhyner lachend erwähnt.

"Greetings From Gardentown" ist Family Business in seiner positivsten Form, schließlich spielen Bruder und Schwester in der Band. Außerdem musizieren die beiden weiblichen Band-Mitglieder bereits seit acht Jahren zusammen. "Das prägt und macht immer noch unheimlich viel Spaß", lacht Isabella Eder. Teamarbeit wurde auch bei der Entstehung des neuen Longplayers groß geschrieben.

Ist das nun Rock, Pop, Punk oder Indie? Oder wie wär's mit Power-Pop? Die geneigte Zuhörerschaft soll aber selber entscheiden. Klar ist laut Berner Zeitung bloß eines: "Die Delilahs sind noch da - und wie. Mit markigen Gitarrenriffs, eingängigen Melodien und einem Rocksound, der sich nicht um aktuelle Trends schert und doch nie altbacken wirkt!"

 

Fabian Schreyer

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