15.04.2013 07:45 Eine konzeptionelle Live-Performance

Musik Pop: OFRIN zieht den Zuhörer mit ihrer hypnotisierenden Stimme in ihren Bann - "The Bringer"

Musik Pop: OFRIN zieht den Zuhörer mit ihrer hypnotisierenden Stimme in ihren Bann - "The Bringer"

Bild 1-3: Ofrin © Lisa Zappe

Bild 4: Album "The Bringer" © Kreismusik

Von: GFDK - Beats International - 4 Bilder

Ofri Brin aka OFRIN, geboren und aufgewachsen in einem abgelegenen idyllischen Dorf in Israel, entdeckte die Kraft ihrer Stimme im Alter von 14 Jahren – und sehr bald tat das auch ihr gesamtes Umfeld. Nachdem sie in einigen musikalischen Projekten in Israel und Großbritannien mitwirkte, zog es sie 2005 nach Berlin, wo sie gemeinsam mit dem Komponist Oded K.dar die Jazzpop-Band OFRIN gründete.


Über fünf Jahre teilten sie ihre musikalische Vision und etablierten OFRIN in der Berliner Musikszene. Auf ihr gefeiertes Debutalbum „Rust & Velvet” (2005) folgte 2008 die herausragende LP „On Shore Remain“, die in Zusammenarbeit mit Produzent und Keyboarder Eddie Stevens (Moloko, Roisin Murphy, Zero 7) entstand. Auf dem neuen Album „The Bringer“, welches im April 2013 auf dem Label Kreismusik (Vertrieb Soulfood) erscheinen wird, arbeitet Ofri erstmals Solo.

 

Ofrin beherrscht jeden Ton ihrer hypnotisierenden Stimme – egal ob tief wie der Ozean oder hoch wie ein Berg. Bei jedem Live-Auftritt offenbart sich ihr Talent, die klassischen Grenzen zwischen Publikum und Darbietung emotional verschwimmen zu lassen. Ihre Stimme ist wie ein eigenständiger Organismus, der in Symbiose mit elektronischen Klängen, unseren inneren Zwiespalt zwischen moderner Rationalität und ursprünglicher Menschlichkeit anspricht.

 

Ab Ende 2010 arbeitete sie dann an ihrem ersten Projekt als Solo-Künstlerin, bei dem sie alles in die eigenen Hände nahm – von Songwriting, Komposition und Produktion über Grafikdesign und Artwork bis hin zu Bühnenbild, visuellem Design und Regie. Dieser kleine Phönix zeigt mit „The Bringer“ seine wahre Flügelspannweite und wächst von der Sängerin zur umfassenden Künstlerin.

 

„Die letzten zwei Jahre waren wirklich ein Lernmarathon für mich, denn ich bin süchtig danach, mir alles selbst beizubringen. Ich konnte mich durch dieses Album auch meinen eigenen Wurzeln annähern. Plötzlich platzten alle meine multikulturellen Einflüsse aus mir heraus - Ost und West trafen aufeinander, organisch und elektronisch kollidierten, dann orientalisch, afrikanisch und osteuropäisch. Das alles vereinte sich zu einer Sprache in einem einzigen Schmelztiegel.

 

Ich selbst bin halb Polin, ein Viertel Deutsche, ein Viertel Tunesierin und in Israel geboren. Dieses Album ist also so etwas wie ein musikalischer Abdruck meines Blutes.“

 

Ofrin schrieb „The Bringer” in erster Linie als konzeptionelle Live-Performance, die Videokunst, zeitgenössischen Tanz, maskierte Kostüme und ihre Musik miteinander kombiniert. Thematisiert wird die Kommunikation in einer modernisierten Welt. Mal lachend mal weinend spielt sie mit Kontrasten zwischen Nostalgie und Moderne, nutzt ihr außergewöhnliches Organ mal kraftvoll mal weich, um durch das Herz des Hörers seine Tanzlust zu befeuern. Im Januar 2012 tourte sie mit „The Bringer“ durch Israel, um schließlich im März 2012 im Berliner Babylon-Theater aufzutreten. Nach diesen Erfahrungen entschied sich Ofrin, „The Bringer“ als Studioalbum aufzunehmen.

 

Ende November 2012 wurde das aufstrebende Hip Hop-Duo „Shaban feat. Käptn Peng“ auf Ofrin aufmerksam und nahm sie als einzige weitere Künstlerin in ihr selbst gegründetes Label „Kreismusik“ auf. Robert Gwisdek aka Peng begründet seine Entscheidung:

 

"Ofrin macht sehr sehr schöne Musik. Aber das ist Nebensache. Ofrin könnte auch ein Album mit Triangel-Solos aufnehmen und wir würden sie trotzdem auf unserem Label veröffentlichen wollen. Ofrin hat eine Vision. Eine Welt. Ihre Musik empfinde ich als einen fast schon gefährlichen Hypnoseversuch, um diese Welt in Anderen zu öffnen. Gerade wenn man dachte sie zu durchschauen, springt sie einen von hinten an und reißt einen in einen tranceartigen, wundervollen und wilden Strudel, der einen liebevoll greift, herausfordert und anhebt. Ofrin ist nicht nur Musik. Ofrin ist Odysseus und die Sirenen in einem.

 

 

 

 

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