11.07.2014 08:15 Mit Special Guests

Musik: Manic Street Preachers sind mit neuem kreativem Output "Futurology" am Start

Manic Street Preachers veroeffentlichen neues Album Futurology

Für die Songs auf "Futurology" ließ sich die Band von ihren Reisen quer durch Europa, vom Pioniergeist der Modernisten des frühen 20. Jahrhunderts sowie Krautrock und New Pop inspirieren. © Sony Music

Album "Futurology"© Sony Music

Von: GFDK - Sony Music

Gerade einmal neun Monate nach ihrem hochgelobten, elften Studioalbum "Rewind The Film", das sich in den Top 5 der UK Charts platzierte, veröffentlichen die Manic Street Preachers mit "Futurology" am 4. Juli 2014 bereits einen brandneuen Longplayer. Die Aufnahmen der dreizehn Songs fanden abermals  in den Berliner Hansa-Studios und dem Band-eigenen Faster-Studio in Cardiff statt, die Produktion übernahmen (neben der Band) Loz Williams und Alex Silva ("The Holy Bible"), Craig Silvey war für den Mix zuständig. Nachdem das Trio mit dem Vorgängeralbum im vergangenen Jahr ein vergleichweise ruhiges Werk vorgelegt hatte, zeigen sich die Manic Street Preachers auf "Futurology" wieder von ihrer heftigeren und zornigeren Seite.

Als erste Single wurde der Song "Walk Me To The Bridge" ausgekoppelt, der unleugbar unter europäischen Einfluss steht. "Die Leute sind irgendwie der Meinung, dass der Song viele Hinweise auf Richey [Edwards] enthält, doch darum geht es überhaupt nicht", erklärte Nicky Wire in einem Interview mit John Doran (The Quietus). "Es handelt von der Øresund Bridge, die Schweden und Dänemark miteinander verbindet. Vor langer Zeit, als wir einmal die Brücke überquerten, wurde ich schwach und dachte darüber nach, die Band zu verlassen. Das Stück handelt von der Idee, dass dir Brücken eine außerkörperliche Erfahrung bescheren können, wenn man einen Ort verlässt und an einem anderen ankommt." James Dean Bradfield beschreibt den Song als einen "emotionalen, europäischen Autofahrsong mit frühen Simple Minds-Synths und 'Heroes'-eskem Ebow-Gitarren-Solo."

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Für die Songs auf "Futurology" ließ sich die Band von ihren Reisen quer durch Europa, vom Pioniergeist der Modernisten des frühen 20. Jahrhunderts sowie Krautrock und New Pop inspirieren. "Während unserer letzten Europa-Tour haben wir die Idee aufgegriffen, auf Autobahnen zu fahren und dabei Platten von Kraftwerk, Neu!, Andy Weatherall, Popul Vuh und Cabaret Voltaire zu hören. Die Vorstellung, auf diesen endlosen, futuristischen Straßen zu sein, die gleichzeitig von diesen uralten Wäldern umgeben sind, das ist ein magischen Gefühl und lässt in deinem Kopf Soundtracks entstehen, während du durch diese Landschaft reist."

Auf dem Album finden sich mehrere Special Guests, darunter Scritti Politti-Mastermind Green Gartside, der mit James Dean Bradfield im Duett den Song "Between the Clock and the Bed" singt, der vom gleichnamigen Edvard Munch-Gemälde inspiriert wurde. Der deutsche Filmstar Nina Hoss ("Elementarteilchen", "Barbara") ist auf " Europa Geht Durch Mich" zu hören - der stampfende Discopunk-Track wurde von den Fans bereits auf der zurückliegenden Konzertreise frenetisch gefeiert. Des weiteren holten sich die Band die Sängerin, Songwriter und Harfenistin Georgia Ruth (Preisträgerin des Welsh Music Prize 2013), Super Furry Animals-Keyboarder Cian Ciarán und die Sängerin und Songwriterin Cate Le Bon plus ihren Gitarristen H. Hawkline ins Studio. Cate hatte bereits an dem Song "4 Lonely Roads" auf dem Vorgängeralbum mitgewirkt und die Manic Street Preachers bei diversen Konzertreisen als Support begleitet. Das "Futurology"-Artwork stammt von der deutschen Künstlerin Catrine Val, auf die die Band durch ihr Buch "Feminist" aufmerksam wurde.