20.04.2014 08:30 CD mit Löfflerscher Ur-Melancholie

Musik: EP "Young Alaska" von Christian Löffler - Heterogene Stücke als homogene Geschichte

Christian Loeffler veroffentlicht Album Young Alaska

Christian Löfflers Album "Young Alaska" EP wurde von den Orten und Begegnungen seiner Reisen inspiriert. Foto: Album "Young Alaska" © Ki Records/ Rough Trade

Von: GFDK - Rough Trade

Alaska ist der größte und nördlichste Bundesstaat der USA, die größte Enklave der Erde – wegen dieser Lage wird Alaska auch „Last Frontier“ genannt. Und eben dort verortet sich zumindest dem Namen nach „Young Alaska“, die neue EP von Christian Löffler, die auf Ki erscheint.

Das passt, waren doch auch seine Vorgängerreleases namentlich wie inhaltlich eher in der avantgardistischen Abgeschiedenheit denn im Epizentrum elektronischer Feiereien beheimatet, ob jetzt am „Baltic Sea“ oder im „A Forest“ – von Löffler erwartet wohl auch niemand eine „Sun Of Ibiza“-Single.

Dennoch ist die EP, die mit ihren sieben Tracks anderenorts locker als ein Minialbum durchgehen würde, eine ganze Ecke extrovertierter gelungen, ohne dass dabei die Löfflersche Ur-Melancholie verloren ginge. Deutlich spürt man hier die Tour-Erfahrungen, die der aus Greifswald stammende Produzent in den zwei Jahren nach Erscheinen seines Albumdebüts sammeln konnte – er hat nicht nur namhafte Clubs wie das Watergate bespielt, sondern Festivals rund um den Globus, wie das MELT! Festival in Gräfenhainichen oder das BPM Festival in Mexiko, mit den für ihn typischen Klanglandschaften überzogen und dabei mit seinen Live-Sets bewiesen, dass die leisen Klänge oft die größte Euphorie erzeugen.

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

All das spiegelt sich in der „Young AlaskaEP wider, die von den Orten und Begegnungen seiner Reisen inspiriert wurde – von den friedlichen Landschaften des namensgebenden „Young Alaska“ über melodramatischen Höhepunkten in „Mt. Grace“ machte er sich „Notes“, um seine Eindrücke zuhause in seinen Stücken zu verarbeiten. Wie bei seiner nicht nur im Feuilleton gefeierten LP arbeitet Christian Löffler auch diesmal wieder mit der dänischen Sängerin Gry („All Comes“) und Me-Succeeds-Frontfrau Monha („Beirut“) zusammen – die Fühler in die Welt ausstreckend, mit den Füßen fest in einer Familie verankert. Dabei gelingt es Christian Löffler auf dieser EP, heterogene Stücke wie „Veiled Grey“ und „Alpine Sketch“ zu einer homogenen Geschichte zu verweben – so wie sich auch die Dunkelheit der Club-Gigs und Luftigkeit von Open-Air-Tanzereien in den letzten Jahren zu einer, seiner Geschichte verbunden haben.

Album-Veröffentlichgun: 25.04.2014


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