06.03.2015 08:30 Konzerte im April 2015

Musik: Wolfgang Muthspiel begibt sich auf seinem Album "Vienna, World" auf eine musikalische Weltreise

Wolfgang Muthspiel veroeffentlicht Album Vienna World

Wolfgang Muthspiel © Mischa Nawrata

Album Vienna World neues Jazzalbum

Album "Vienna, World" © Material Records

Von: GFDK - Uwe Kerkau Promotion

Manche Alben werden in wenigen Tagen eingespielt. Dem neuen Album des österreichischen Gitarristen und Sängers Wolfgang Muthspiel ging allerdings eine Weltreise voraus, die ihn an fünf Plätze führte, an denen er mit lokalen Musikern seine neuen Lieder aufnahm.

„Ich wollte mich bei diesem Projekt mit vielen verschiedenen musikalischen Dialekten und Farben umgeben. Daher die musikalische Weltreise, die in Schweden begann, über Brasilien und Argentinien nach New York führte und schließlich in Wien endete.“

Auf Vienna, World gibt es also fünf verschiedene Ensembles zu hören, die vom folkigen Duo mit der US-amerikanischen Sängerin Becca Stevens  (“And Then“) bis zu einem fast orchestralen vom Tango inspirierten Stück „The Dancer“ reichen, das von der sechsköpfigen argentinischen Band in Buenos Aires aufgenommen wurde. „Das Lied handelt ja von einem alternden Tangotänzer. Die stolzen Argentinier haben diesen Song ins Herz geschlossen und ihn ab der ersten Probe nur mehr als den Tango bezeichnet.“

Der rote Faden durch das gesamte Album sind Muthspiel’s Stimme, seine Gitarre und seine Songs. Wir hören einen bluesartigen Choral, bei dem der kalifornische Pianist Billy Childs mitwirkt („Angel Envy“), oder eine ausufernde Rocknummer der schwedischen Band (Lover Like You), bei der die Brüder Lindvall (AHA) auf Bass und Schlagzeug einem hypnotischen Groove frönen.

„Das schwedische Studio, untergebracht in einem Bauernhaus, war gespickt mit altem, legendärem Röhrenequipment. Wenn es funktionierte klang es großartig. Wenn nicht, gingen wir raus zum Fußballspielen.“

Muthspiel besingt kritisch seine Heimat „Austria“  in dem sich zu seiner Stimme und Gitarre die Geige des Virtuosen Benjamin Schmid und das Cello Florian Eggners gesellen. „Ich wollte in der Wiener Band zwei klassische Musiker, weil das unsere Tradition ist. Ich habe natürlich solche gesucht, die sowohl mit einem Beat als auch mit Schubert können.“

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

In „Manhattan“ besingt Muthspiel dann mit seinen brasilianischen Kollegen jene Jahre die er in New York verbrachte. „ Der Songtext handelt von Begebenheiten in Manhattan, die für mich damals selbstverständlich waren, im Rückblick aber doch erstaunlich klingen. Zum Beispiel die Tatsache, dass nach manchen Konzerten die Hälfte des Publikums in unserem Apartment weiterfeierte.“

Muthspiel weiter: „Bevor wir in Rio ins Studio gingen, spielten wir ein Konzert in einem Club. 10 Minuten vor Konzertbeginn war aber noch kein Publikum da und ich wurde etwas nervös. Dann kam der Veranstalter in unserer Garderobe und erklärte strahlend: Wir haben einen Besucher: Es ist Milton Nascimento. Der Club füllte sich dann und der Abend war mehr als gerettet.“        

„Es ist ja schon fast ein Klischee zu sagen, dass man als Musiker nicht in Kategorien denken will. Es ist aber beim Schreiben, beim Finden von Musik wirklich so, dass solche Gedanken nur stören. Während man etwas komponiert weiß man ja noch nicht so genau was das vielleicht am Ende wird. So war mein Ziel einfach eine Sammlung von Liedern zu schaffen, die dann von verschiedenen Bands gespielt werden. Diese Bands waren um Leute herum gruppiert, denen ich musikalisch vertraue. Ist das Jazz oder nicht? Ach komm, ist doch scheißegal.“

Album-Veröffentlichung: 17.04.2015

 

Konzerte in Deutschland und Österreich

09.04.2015 - Berlin,  A Trane

10.04.2015 - Stuttgart, Bix

11.04.2015 - Bregenz (A) Seelax

13.04.2015 - Innsbruck (A) Treibhaus

14.04.2015 - Wien (A) Porgy & Bess

15.04.2015 - Fürstenfeld (A) JAZZliebe Festival

line-up

Wolfgang Muthspiel (AT) - vocals, guitar

Benjamin Schmid (AT) - violin

Svante Henryson (SE) - e-bass, cello

Fagner Wesley (BR) - piano, keyboards

Nicci Notini Wallin (SE) - percussion, vocals