23.07.2017 08:01 Soloharfenist der Wiener Philharmoniker

Musik Klassik: Notte Veneziana - Xavier De Maistre lässt sich von der Lagunenstadt inspirieren

Xavier De Maistre auf der Suche nach neuen anspruchsvollen Werken

Xavier De Maistre auf der Suche nach neuen anspruchsvollen Werken. Fotos: (c) Felix Broede / Sony Classical

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Von: GFDK - Sony Classical

Xavier de Maistre wird als der Künstler gefeiert, dem es gelungen ist, die Harfe aus ihrer überwiegend begleitenden und koloristischen Funktion zu befreien und als vollgültiges Soloinstrument auf den großen Bühnen zu etablieren.

Der einstige Soloharfenist der Wiener Philharmoniker gibt sich nicht mit dem schmalen Originalrepertoire für sein Instrument zufrieden, sondern ist beständig auf der Suche nach neuen anspruchsvollen Werken.   

Auf seinem Album „Notte Veneziana“ lässt er sich von der Lagunenstadt inspirieren. De Maistre kombiniert bekannte und weniger bekannte Barock-Konzerte der venezianischen Komponisten Vivaldi, Marcello und Albinoni in für ihn neu geschaffenen Arrangements mit ausgewählten Originalkompositionen für Harfe solo.

Begleitet wird Xavier de Maistre vom deutschen Barockensemble „l’arte del mondo“ unter der Leitung von Werner Ehrhardt, dem langjährigen Konzertmeister von Concerto Köln.

Der Anspruch des Franzosen ist es, den Zuhörer gänzlich vergessen zu lassen, dass die meisten der auf dem Album versammelten barocken Konzerte ursprünglich nicht für sein Instrument, sondern für Violine, Oboe oder Mandoline geschrieben wurden.

Es faszinierte ihn, bei den Arrangements – die teilweise aus seiner Feder stammen – ganz neue Klangfarben herauszuarbeiten. Dabei stellt das virtuose Passagenwerk der konzertanten Parts eine ebenso große Herausforderung für das Zupfinstrument dar wie die weit gespannten sanglichen Linien der langsamen Sätze.

Insbesondere Antonio Vivaldis berühmter „Winter“ scheint Xavier de Maistre wie für die Harfe geschaffen zu sein. „Notte Veneziana“ enthält außerdem Bearbeitungen des Oboenkonzerts in d-Moll von Alessandro Marcello und des elegischen „Adagio“ in g-Moll von Albinoni / Giazotto.

Die Solokonzerte treten in Dialog mit einigen der eindrucksvollsten Originalkompositionen für Harfe solo: mit der Sonata von Giovanni Pescetti, den Variationen über die bekannte Melodie „Carnaval de Venise“ von Felix Godefroid und mit „La Mandoline“ von Elias Parish Alvars. Bei den beiden letzteren handelt es sich nicht um Barockmusik, sondern zwei beliebte Charakterstücke des 19. Jahrhunderts.

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