08.10.2013 08:37 Wegweisende Klavierkonzerte des 20. Jahrhunderts

Musik Klassik: Lang Lang und die Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle interpretieren Prokofiev & Bartók

Lang Lang ist ein talentierter Pianist

Lang Lang sagte zu dieser Aufnahme: „Ich hatte schon lange den Wunsch, etwas mit Sir Simon Rattle und seinem Orchester aufzunehmen. Mit den Berliner Philharmonikern zusammen zu arbeiten, ist etwas ganz Außergewöhnliches." Bild 1: Lang Lang © Harald Hoffmann/Sony Classical

Lang Lang, Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker

Bild 2: Lang Lang, Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker © Harald Hoffmann

Neues Album Prokofiev e Bartok von Lang Lang

Bild 3: Album "Prokofiev 3 Bartok 2" © Sony Classical

Von: GFDK - Sony Classical - 3 Bilder

Am Freitag, 4. Oktober erschien bei Sony Classical die neue CD von Lang Lang mit zwei wegweisenden Klavierkonzerten der Moderne. Es ist die erste gemeinsame Aufnahme des Pianisten mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle.

Die Aufnahme entstand unter Studio-Bedingungen in der Berliner Philharmonie im Februar und April 2013. Eine filmische Dokumentation der gemeinsamen Arbeit erscheint unter dem Titel „The Highest Level“ Ende Oktober auf DVD und Blu-Ray.

Einer der erfolgreichsten Pianisten und eines der renommiertesten Orchester der Welt spielen zusammen zwei der wegweisenden Klavierkonzerte des 20. Jahrhunderts. Gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle hat Lang Lang in der Berliner Philharmonie Prokofjews Klavierkonzert Nr. 3 in C-Dur (1921) und Bela Bartóks Klavierkonzert Nr. 2 in g-Moll aufgenommen.

Lang Lang sagte zu dieser Aufnahme: „Ich hatte schon lange den Wunsch, etwas mit Sir Simon Rattle und seinem Orchester aufzunehmen. Mit den Berliner Philharmonikern zusammen zu arbeiten, ist etwas ganz Außergewöhnliches – die Holzbläser und das Blech sind nicht von dieser Welt, und Sir Simon erzielt mit dem Orchester, besonders im piano, eine Klangtiefe, die ihresgleichen sucht. Mit diesem Orchester habe ich einige meiner musikalisch beglückendsten Stunden verlebt.“

Wir lieben Musik... weil sie uns glücklich macht

Das dritte Prokofjew-Konzert hatte Lang Lang mit den Philharmonikern bereits  2007 in Salzburg zusammen  aufgeführt, und Anfang dieses Jahres war er der Solist bei vier Aufführungen des Klavierkonzerts Nr. 2 von Bartók mit den Berliner Philharmonikern.

Sir Simon Rattle fand die ungewöhnliche Kombination der beiden Konzerte höchst inspirierend und meinte nach der Aufnahme des Bartok-Konzertes über Lang Lang, dass er nicht wisse, „ob überhaupt jemals ein Pianist ein so unglaubliche Akkuratesse gezeigt hat und dann noch über so viel technische Reserven verfügte, dass er das Stück derartig tanzen lassen und musikalisch gestalten kann“. Und bezüglich des Prokofjew: „Selbstverständlich ist dies ein extrem schwieriges, virtuoses Stück, eine Bravournummer, die es in sich hat, aber es gibt auch viele zarte, zauberhafte Stellen. Es ist ein typisches Lang-Lang-Stück – er spielt es, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Das ist genau seine Musik.“

Bartóks selten eingespieltes Klavierkonzert Nr. 2 gehört zu den technisch anspruchsvollsten Werken. Lang Lang stellt es in puncto technischer Komplexität auf eine Stufe mit Brahms’ Zweitem und Rachmaninoffs Drittem Konzert, räumt aber ein, dass es als einziges ein derart konzentriertes Miteinander von Solist und Dirigent erfordert. Prokofjews Nr. 3 ist Lang Langs Favorit unter den fünf Klavierkonzerten des Komponisten und gehört schon seit über einem Jahrzehnt zu seinem Konzertrepertoire. „Ich glaube, ich habe mich lange genug vorbereitet: fünfzehn Jahre auf das Dritte Klavierkonzert von Prokofjew, neun auf das Zweite von Bartók. Jetzt, mit dreißig, habe ich genug trainiert für körperlich derart anstrengende Stücke.“

Das Album wird ergänzt durch die packende 60-minütige Dokumentation „The Highest Level“. Sie zeigt die Spannung, die Adrenalinschübe und das Hochgefühl, welche die Künstler und das Team bei der Produktion dieser neuen Aufnahmen durchlebt haben, aber auch die Herausforderungen, denen sie sich stellen mussten. Die Dokumentation der Aufnahme und eine komplette Filmaufzeichnung des Prokofjew-Konzerts erscheinen Ende Oktober auf DVD und Blu-ray.