23.03.2013 08:10 Ein Bach-Interpret seiner Generation

Musik Klassik: Keine Angst vor Expressivität! Das neue Bach-Album von David Fray

Musik Klassik: Keine Angst vor Expressivität! Das neue Bach-Album von David Fray

Bild 1+2: David Fray © Paolo Roversi licensed to Virgin Classics

Bild 3+4: David Fray © Jean-Baptiste Mondino licensed to Virgin Classics

Bild 5: Album "Partitas BWV 826, 830/Toccata" © EMI Classics

Von: GFDK - EMI Classics - 5 Bilder

Das Klassik-Magazin Rondo erhob seine Bach-Konzerte in den "Klassik-Olymp", Musik und Theater konstatierte: "Diese Bach-CD wird Kult", hifi & records lobte den "eigenständigen Pointillisten, der Bach durch Dynamik und Klangfarben magisch beleuchtet, was die Musik mit Lichtreflexen wie in einer gothischen Kathedrale erfüllt".

Dem Pianisten David Fray ist es gelungen, zu dem Bach-Interpreten seiner Generation zu werden. Am modernen Flügel gelingt ihm die Gratwanderung zwischen Ausdruck und Intellekt, zwischen Emotion und Technik perfekt. Jetzt knüpft er an diesen Erfolg an – mit den Partiten Nr. 2 & 6 sowie der Toccata c-moll.

"Wir sollten keine Angst davor haben, die Ausdruckskraft in Bachs Musik anzuerkennen", sagt Fray. "Die Romantiker haben das Recht auf Expressivität nicht gepachtet." Dabei ist es gerade der besondere Reiz seines Bachspiels, dass er Ausdruckskraft auf dem Boden großer Klarheit erreicht. "Ich versuche nicht wie ein Pianist, sondern wie ein Dirigent Musik zu machen", erklärt Fray diesen scheinbaren Widerspruch.

"Ich erkunde die Balance der Einzelstimmen. Ich spüre der Polyphonie nach." Schon mit seinem ersten Album, in dem er mutig Bach-Werke mit Kompositionen des Avantgardisten Pierre Boulez verband, bewies er großes Gespür für außergewöhnliche musikalische Konzepte. Seine Bach-Interpretationen inspirierten den Filmemacher Bruno Monsaingeon zu dem Dokumentarfilm "Swing, Sing and Think", in dem er Fray auf dem Weg in die Klangwelt des großen Barockmeisters begleitete.

 

Über David Fray

Seit einigen Jahren zählt der französische Pianist David Fray zu den Top-Stars der jüngeren Generation. „Klavierspiel auf höchstem Niveau“, urteilt The Guardian, und Spiegel Online lobt seinen „singenden, tastenden und dennoch erzählerisch auftrumpfenden Klavierstil“ und bescheinigt ihm, „den aufregendsten Bach seit Jahrzehnten“ zu spielen. Tatsächlich gilt Frays Liebe vor allem den großen deutschen Komponisten: Bach, Mozart, Schubert, Haydn, Brahms und Schumann.

 

Anfang 2010 erhielt David Fray den begehrten französischen Musikpreis Les Victoires de la musique classique als „Instrumentalist des Jahres“. In dieser Kategorie hatte ihn 2009 auch die Deutsche Phono-Akademie mit einem ECHO Klassik geehrt. Bereits im Vorjahr hatte er einen ECHO für seine aufsehenerregende Bach/Boulez-CD in der Kategorie „Solistische Einspielung Klavier – 20./21. Jahrhundert“ erhalten. Für dieses Album kürte ihn das renommierte BBC Music Magazine außerdem zum „Newcomer of the Year“. Weitere Auszeichnungen sind unter anderem: Diploma of Outstanding Merit des internationalen Hamamatsu-Klavierwettbewerbs in Japan, Nachwuchssolist des Jahres der Commission des Radios Francophones in Montréal sowie Nachwuchskünstler des Jahres in Frankreich (2004).

 

David Fray, der sich als Sohn einer Deutsch-Lehrerin und eines Kant-und-Hegel-Forschers ausdrücklich zu seiner deutschen „Prägung“ bekennt, 1981 in Tarbes (einer Kleinstadt in den Pyrenäen) geboren, begann im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspiel und begeisterte sich schon als Jugendlicher für Bachs Passionen und Klavierwerke. Doch einen „persönlichen Zugang“ fand er erst nach Beendigung seines Studiums am renommierten Pariser Conservatoire bei Jacques Rouvier: „Von da an war mir klar, dass Bach mich mein Leben lang begleiten wird.“

 

Bach war auch Frays CD-Debüt bei Virgin Classics gewidmet, kombiniert mit Werken von Pierre Boulez, dessen Förderung David Fray im Lauf seiner Karriere erfahren durfte. Neben Menahem Pressler, Paul Badura-Skoda und Christoph Eschenbach zählt auch Riccardo Muti zu seinen Förderern.

 

Für seine zweite CD hat der Virgin-Classics-Exklusivkünstler Klavierkonzerte Bachs eingespielt, bei der er die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen vom Klavier aus leitet – auch filmisch dokumentiert in der DVD „Swing, Sing and Think“ von Bruno Monsaingeon. Bei seiner intensiven Beschäftigung mit dem deutschen Repertoire ist David Fray mittlerweile bei Schubert angekommen: „Eine Reise in die Innerlichkeit, eine Welt der musikalischen Poesie,“ so Fono Forum über Frays Album mit Impromptus und Moments musicaux. Auch bei seiner Aufnahme der beiden Mozart-Klavierkonzerte Nr. 22 & 25 in den Abbey Road Studios wurde er filmisch von Bruno Monsaingeon begleitet.

 

Obwohl von Presse und Publikum oft mit Glenn Gould verglichen – wegen seiner Vorliebe für Bach und gewisser Parallelen im Habitus - sieht David Fray sein Vorbild vor allem in Wilhelm Kempff, dessen „perfekte Kombination aus strukturellem Denken und purer Poesie“ ihn beeindruckt. Genau diese Balance aus „Kopf und Bauch“ zeichnet auch David Frays Klavierspiel aus.

 

Rezension:

http://www.br.de/radio/br-klassik/themen/cd-tipps/cd-tipp-fray-spielt-bach100.html

 

 

 

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