29.11.2012 07:35 berührende Melodien und mitreißende Rhythmen

Musik Klassik: "Der Wolkenatlas/Cloud Atlas" - Der Soundtrack von Tom Tykwer entführt auf eine Reise durch verschiedene Stile und Genre

Musik Klassik: "Der Wolkenatlas/Cloud Atlas" - Der Soundtrack von Tom Tykwer entführt auf eine Reise durch verschiedene Stile und Genre

Soundtrack "Cloud Atlas" © Sony Classical

Von: GFDK - Sony Classical

Am 11. November, nur wenige Tage vor dem deutschen Filmstart von „Der Wolkenatlas“ wurde die „Cloud Atlas“ Symphony in Halle zur Uraufführung gebracht. Das MDR Sinfonieorchester präsentierte das Werk des amerikanischen Komponisten, Rappers und Gitarristen Gene Pristker, das Teil der Filmmusik von Tykwer, Reinhold Heil und Johnny Klimek ist, unter seinem Chefdirigenten Kristjan Järvi.

Im Film spielt die Symphony eine essenzielle Rolle: Robert Frobisher, ein junger Komponist, schreibt die „Cloud Atlas“ Symphony, die leitmotivisch immer wieder in den unterschiedlichen Zeitaltern der Geschichte auftaucht und darauf hinweist, dass Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit, Geburt, Leben und Tod unweigerlich miteinander verbunden sind. Viele Besucher waren in die Georg-Friedrich Händel-Halle gekommen, um die knapp einstündige Sinfonie zu hören – ein episches Werk, das auf kunstvolle Weise die Kernelemente der Filmmusik in sich vereint.

Regisseur Tom Tykwer und Produzent Stefan Arndt berichteten im Zuge des Konzerts über den Film und die Dreharbeiten und zeigten Ausschnitte aus dem Film, der mit einem einzigartigen Staraufgebot (Tom Hanks, Susan Sarandon, Ben Whishaw, Halle Berry, Hugh Grant u. a.) glänzend besetzt ist.

Die herausragende Kinoproduktion unter der Regie von Lana & Andy Wachowski (die Matrix Trilogie) und Tom Tykwer (Lola rennt) basiert auf David Mitchells Bestseller „Der Wolkenatlas“ und ist  „als Buch, als Film und als musikalischer Entwurf, nicht nur ein mehrere Jahrhunderte durchkreuzender Trip, sondern auch eine Reise durch verschiedene Stile und Genres, die durch konstant eingeflochtene thematische Verknüpfungen zusammen gehalten wird“, so Tykwer in den Linernotes zum Album.

Die Filmmusik hat Tom Tykwer wieder gemeinsam mit Johnny Klimek und Reinhold Heil komponiert, das Team feierte bereits mit den Soundtracks zu Das Parfum und Lola rennt große Erfolge. Für Cloud Atlas arbeiteten sie erneut mit Kristjan Järvi zusammen, der als Chefdirigent im August das MDR Sinfonieorchester übernommen hat, mit dem der Score in Leipzig eingespielt wurde.

Sechs Schicksale in 500 Jahren und doch ein einziges Abenteuer, in dem all unsere Helden in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufs engste miteinander verbunden sind. Im Mittelpunkt steht ein Verbrecher, der sich über die Jahrhunderte hinweg wandelt und schließlich zum Retter der Menschheit wird. Cloud Atlas ist ein bildgewaltiges Epos über die unendlichen Möglichkeiten des Lebens, in dem jedes Verbrechen und jede gute Tat Einfluss auf die Entwicklung der Welt haben. Cloud Atlas ist großes Kino voller Dramatik, Action und Romantik, das aufregend, überraschend und emotional intensiv die Grenzen von Zeiten, Generationen und Genres sprengt. Die imposante Starbesetzung vereint Oscar®-Preisträger Tom Hanks, Oscar®-Preisträgerin Halle Berry, Oscar®-Preisträger Jim Broadbent, Hugo Weaving, Jim Sturgess, Doona Bae sowie Ben Whishaw, James D’Arcy, Zhou Xun und Keith David. Oscar®-Preisträgerin Susan Sarandon und Hugh Grant vervollständigen das internationale Ensemble.

Alles ist verbunden.

Die Musik in Cloud Atlas ist weit mehr als atmosphärischer Hintergrund -  die Komplexität und Verwobenheit der Geschichten spiegelt sich eindringlich im Score wider, dessen Wiederholung der Themen die Handlung immer weiter zusammenzieht. Überdies ist Musik ein zentrales Motiv im Film: in der Episode, die in den 1930er Jahren spielt, komponiert Ben Whishaw als der junge Musiker Robert Frobisher das Cloud Atlas Sextet.

Frobisher, ein junger, ehrgeiziger Komponist und sein alternder, genialischer Widerpart Vyvyan Ayrs wurden von Romanautor David Mitchell inspiriert durch die tatsächliche Begegnung zwischen dem Komponisten Frederick Delius (1862-1934) und seinem Sekretär und Assistenten Eric Fenby.

Die Dynamik zwischen beiden Charakteren repräsentiert auch ein Aufeinandertreffen zweier Epochen, zweier kultureller Modelle:  Ayrs, ein zwischen Romantik und Moderne dem „Fin de Siècle“ zugeneigter Künstler, trifft auf den gipfelstürmerischen Erneuerer Frobisher, der sich als Assistent andient, aber bald aus der Inspiration, die ihm die Zusammenarbeit mit dem Altmeister beschert, eine eigene Komposition destilliert, die zugleich seine letzte sein wird: das Cloud Atlas Sextet.

Das Sextett besteht aus sechs Soli, welche sich wiederum wie die Handlungen des Films ineinanderfügen. Als großes Orchester-Arrangement begegnet es uns zum Ende des Soundtracks wieder, als luftiger Poptune ist es im „Papa Song“ Restaurant zu hören.

Der genresprengende Ansatz des Films wird auch im OST-Release weitergeführt: Für die limitierte LP baten Tykwer, Klimek und Heil den Berliner Techno-Electronic Künstler und Underground-Star  Anstam um einen Remix des Cloud Atlas Sextet, Gabriel Isaac Mounsey  steuerte eine moderne  Electro-Version des The Atlas March bei. Die nur auf Vinyl erhältliche Original Version von The Atlas March und Eternal Recurrence sowie The Cloud Atlas Sextet (for String Orchestra) komplettieren die LP. Veröffentlicht wird das Vinyl in limitierter Auflage in dem Vintage Artwork aus der Filmszene im San Francisco der 70er Jahre, wo Luisa Rey (Halle Berry) eine Aufnahme des The Cloud Atlas Sextet in einem Plattenladen entdeckt.

Cloud Atlas markiert die erste Zusammenarbeit von Tom Tykwer mit Lana und Andy Wachowski, über die Tykwer im Zusammenhang mit der Filmmusik erzählt: „Zu den schönsten Errungenschaften der Arbeit an dieser Musik gehört auch, dass wir meine beiden Regie-Partner, Lana und Andy Wachowski, von unserer seit vielen Jahren gepflegten Methode überzeugen konnten, dass Musik zu einem Film vor den Dreharbeiten entwickelt werden muss. Lana und Andy schwören, dass sie nie wieder zur traditionellen Form zurückkehren werden, in welcher man über lange Zeit im Schnitt sich noch mit Fremdmusiken, in der Regel natürlich den Soundtracks bereits existierender Filme, aushelfen muss, um diese nachher dann mühsam wieder aus der Verbindung zum Bild zu verbannen.“

 

 

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